Das Coronavirus - Diskussions-Thread

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • walfisch wrote:

      Ich hoffe sehr Angie hört auf Leute wie Drosten und trifft die richtigen Entscheidungen. Politisch hat sie persönlich nichts zu verlieren. Wäre also die Gelegenheit noch einmal nach 2015 das Richtige zu tun, auch wenn es politisch ein Schuss ins Knie bedeutet.
      Das wird sie wohl auch tun, die CDU hat ja gerade auch wegen des Managements der Corona-Krise massiv an Zuspruch gewonnen in den letzten Umfragen. Ist also nicht wirklich ein Schuss ins Knie, was Angie da gerade macht.
      Mein Kopf ist wie mein Browser. 15 Tabs offen, davon sind drei eingefroren und ich hab keine Ahnung, wo die Musik herkommt.
    • @Ignorama
      Gab hier nie eine Trump-Debatte. Das man seine Rolle bei der Entwicklung in den USA erwähnen muss ist völlig unpolitisch einfach notwendig. So wie vor einer guten Woche Boris Johnson und sein Plan UK mit der Herdenimmunität durch die Krise zu führen. Ross und Reiter werden genannt, aber das Thema bleibt Covid-19.

      Zu deiner Aussage das uns das allen um die Ohren fliegen wird:
      Ich sehe die Sache nach wie vor so, dass es einfach noch kein ausreichend erforschter Virus ist, damit man sagen kann jetzt durchseuchen wir halt besser alle zum Wohl der Wirtschaft. In Deutschland gibt es ein geschätztes Privatvermögen von knapp 8 Billionen Euro (das nur mega schlecht verteilt ist). Ich teile deine Ansicht nicht das ein Weiterführen der aktuellen Maßnahmen über die Osterferien hinaus unsere Wirtschaft zerstören kann. Der Staat (also wir alle) bräuchten nur von allen zu fordern 2020 auf jegliche Rendite zu verzichten und es ergäbe sich ein hoher dreistelliger Milliardenbetrag zum Umverteilen ohne das auch nur ein Reicher ärmer würde.

      Ups jetzt habe ich Kommunismus gefordert und gegen das Politikverbot verstoßen. Oder wars nur das Aufzeigen wie echte Solidarität aussehen könnte, statt nutzloser Einzelaktionen und Panikmache vorm Untergang der Wirtschaft? :ka:

      alien011 wrote:

      Das wird sie wohl auch tun, die CDU hat ja gerade auch wegen des Managements der Corona-Krise massiv an Zuspruch gewonnen in den letzten Umfragen. Ist also nicht wirklich ein Schuss ins Knie, was Angie da gerade macht.
      Entscheidend ist nicht was jetzt passiert, sondern was nach Ostern beschlossen wird, wenn die Lage neu bewertet wird. Volkswitschaftlich gesehen muss es dann zu Lockerungen kommen, aber wenn man sich dann die Krankenhäuser und ihr Personal ansieht wird man logisch betrachtet weiter bremsen wollen. Wenn selbst jemanden wie Ignorama nach weniger als 2 Wochen Zweifel kommen was besser ist sehe ich den gesellschaftlichen Tenor stark in Richtung Lockerungen gehen.

      The post was edited 1 time, last by walfisch ().

    • Wenn es in den Bereich geht, was ihn die Wiederwahl kosten kann, ist es klar politisch, doch. Zudem warne ich lieber direkt, als morgen dann wieder 40 Beiträge bearbeiten/verschieben/löschen zu müssen.

      Und zur Sache an sich: Weder habe ich für eine Durchseuchung gestimmt, noch ist dein Solidaritätsvorschlag umsetzbar. Davon ab würde selbst ein dreistelliger Milliardenbetrag nicht lange reichen. Es ist keine Panikmache, sondern bereits Realität, dass Firmen und Ketten aufgeben und schließen. Vapiano und Maredo beispielsweise sind bereits JETZT insolvent. Klar spricht das generell schon für einen sehr ungesunden Betrieb und anfangs werden natürlich vor allem die kranken Firmen sterben. Aber geh doch einfach mal irgendwo Essen bestellen und frag die Besitzer beim Abholen wie die das sehen. Vor allem der kleine Einzelhandel geht sehr schnell den Bach runter und den kann kein Rettungsschirm dieser Welt gänzlich auffangen.

      Kannst es ja entspannt sehen, wir werden erleben was alles nach der Krise nicht mehr existieren wird.


      Edit: Zudem werden diese Teile der Wirtschaft auch unter den indirekten Folgen sehr leiden. Leute in Kurzarbeit, die teilweise selbst um ihren Job bangen müssen, werden grad den Teufel tun und oft Essen gehen oder Zeug einkaufen. Also selbst WENN der Betrieb bis nach Corona gerettet werden kann, wird sich erst im Verlauf danach zeigen was noch lebensfähig ist und was nicht.

      The post was edited 1 time, last by Ignorama ().

    • Vapiano und Maredo sind keine guten Beispiele. Haste ja selbst eingeräumt. Die waren zuvor schon sehr wackelig und wer mal dort essen war weiß auch warum. Gerade Vapiano war ein Phänomen an fehlendem Service bei gleichzeitiger skurriler Personaldichte. Ich will auch gar nicht behaupten dass die aktuelle Situation spurlos an uns vorbei gehen wird, aber es ist doch bezeichnend das vor 5 Tagen noch das Minimieren von Kontakten Prio 1 hatte und nun plötzlich die Wirtschaft am sterben sein soll. Das ist jetzt das größte Thema überhaupt und ich frage mich wer das auf die Agenda gesetzt hat. Ich bin eigentlich nicht der Aluhut-Typ, aber das stinkt doch förmlich nach der Wirtschaftslobby, die jetzt über die Medien einen Meinungswechsel anstrebt. Fragt man Wissenschaftler stehen wir immer noch am Anfang. Fragt man Krankenhauspersonal ist die Lage beschissen und jeder hat Angst vor dem Kollaps.

      Es war am 16.März verantwortungslos unsere Kinder noch weiter in die Schule zu schicken, es ist heute verantwortungslos und wird es auch am 20.April noch sein. Andererseits muss es Unterricht geben, wenn man nicht einer ganzen Generation ein Jahr Ausbildung stehlen will. Keine Ahnung was man jetzt tun soll. Keine Ahnung ob mein Solidaritätsvorschlag umsetzbar ist. Ich habe ihn nicht erfunden. Es gibt diese Idee schon so lange es Wirtschaftskrisen gibt und technisch wäre das natürlich sehr leicht umsetzbar (politisch wie finanzwirtschaftlich). Alles was ich weiß und mir wirklich 100% sicher bin ist das es nicht die letzten 2 Wochen gewesen sein können wenn die deutsche Wirtschaft jetzt schon ihr Ableben befürchtet. Es gibt ja bereits ein 750 Milliarden Rettungspaket der Bundesregierung und das wird auch alle bis Mai erreichen. Ich bin fest davon überzeugt das wir jetzt noch mindestens 1-2 Monate ohne Lockerungen weiter machen müssen und das auch können.
    • Google mal, die Wirtschaft wird nicht erst seit jetzt bedacht, sondern es wurde von Anfang an auf die Risiken hingewiesen. Also da täuscht dich deine Wahrnehmung, wir haben nämlich seit die Scheiße losgeht die Wahl zwischen Pest und Cholera und die Wirtschaft, deren Stabilität eben von Beginn an als gefährdet gilt, ist wohl eher der Faktor, wieso wir stellenweise etwas zögerlich reagieren.

      Und mir geht es hier nicht um die große Lobby, denn es wird in aller Härte vor allem die kleinen Einzelhändler und Gastrobetriebe treffen. Und da ist ein Monat ohne Einnahmen in der Tat eine ganz fatale Situation. Wie ich sagte, ich würde die aktuellen Entscheidungen definitiv nicht treffen wollen, weil jede Wahl andere extreme Folgen haben wird.


      Edit: Siehe beispielsweise hier: welt.de/wirtschaft/article2062…-Wirtschaftseinbruch.html

      Ist vom 2.3. und da dachten wir hier auch noch ganz anders über die Situation als heute, die Lage hat sich ja ab Mitte des Monats erst so richtig hier verschärft. Also nein, die Wirtschaftsprobleme sind keine plötzlich eintretende Paranoia, sondern ganz reale Folge des Lockdowns.

      The post was edited 1 time, last by Ignorama ().

    • Unsere örtliche Brauerei macht dicht.
      Steht sogar bei Bild:

      bild.de/politik/inland/politik…gefahr-69654138.bild.html

      Wenn das Vermögen gleich verteilt wäre, dann hätten wesentlich weniger Sorgen.

      Ist es aber nicht.

      Es wird darauf hinaus laufen, dass viele Firmen und Geschäfte für immer dicht machen, wenn es noch viel länger geht. Da bringt auch das Milliardenpaket der BRD nichts. Das kommt dann, wenn es schon zu spät ist. Auch große Firmen können nicht ewig überleben.

      Enough said.
      Aktuell: Alex Kidd in Miracle World 2 (Master System/deutsch und englisch)
    • Chef einer Bekannten, mittelständiges Unternehmen, sagte auch ganz klar zu den Mitarbeitern, dass das vom Altmeier gelogen ist und natürlich viele Jobs verloren gehen werden. Ich meine wer das anzweifelt, der muss wirklich nur mal kurz die Augen öffnen, oder sich mal mit einem Ladenbesitzer in seiner Region unterhalten.

      Ich meine ist ja auch klar, denn selbst wenn die ne Billion reinballern ist das Geld sehr schnell aufgefressen, wenn die wirklich ALLES erhalten wollen würden. Und wir hatten ja sogar hier im Thread schon ein Beispiel, wo staatliche Hilfe so einfach gar nicht greift, mit der Reinigungsfirma von Master DKs Mutter.


      Es wird abzuwarten sein wie es sich entwickelt, aber jede Woche die diese Sache länger dauert wird verdammt teuer. Und genau das macht mir Sorgen. Nicht um mich, ich bin da in einer vollkommen sicheren Situation und habe ja sogar wirtschaftliche Vorteile durch die Krise. Aber es macht mir wirklich ein wenig Angst was aus dem Rest wird, eben weil der Staat es nicht unbegrenzt, auch wenn so angekündigt, durchschleifen kann. Es gibt keine unbegrenzten finanziellen Ressourcen, finde diese Aussage generell sehr fragwürdig, auch wenn sie wohl einfach die Panik eindämmen soll.
    • spiegel.de/politik/deutschland…32-434d-b4de-2f63bce0315d

      "In einem Worst-Case-Szenario beschreiben die Wissenschaftler, was passiert, wenn der Staat gegen die Corona-Epidemie nur wenig unternimmt, etwa nur Großveranstaltungen verbietet und Reisetätigkeiten einschränkt. Infolgedessen wären bald 70 Prozent der Bevölkerung infiziert, mehr als 80 Prozent der Intensivpatienten müssten von den Krankenhäusern abgewiesen werden, die Todeszahlen in Deutschland überstiegen die Millionengrenze."

      "Ein weiteres Szenario beschreibt die strikte Unterdrückung der Neuansteckungen unter anderem auch mit umfangreichen Tests und einer strengen Isolierung der Infizierten. [...] Folgt man diesem Modell, würden sich nach Berechnungen der Wissenschaftler rund eine Million Menschen in Deutschland infizieren, aber nur 12.000 würden sterben."
    • Draußen ist Freiheit.
      Dort, wo der Horizont beginnt,
      Gibt es ein Land,
      In dem alle Wunder möglich sind.
      Draußen ist Freiheit
      Und Hoffnung, die man hier nicht kennt.
      Draußen ist Freiheit.
      Weit fort von allem, was uns trennt,
      Beginnt, was man Leben nennt.
      Mein Kopf ist wie mein Browser. 15 Tabs offen, davon sind drei eingefroren und ich hab keine Ahnung, wo die Musik herkommt.
    • Irgendwie verstehe ich die ganze Aufregung nur halb.

      Gut, die (ökonomischen) Folgen der Krise sind noch nicht genau abzuschätzen. Aber angesichts dieses "kleinen Virus" mag man sich gar nicht vorstellen, wie alles stillsteht, wenn wirklich mal was Schlimmes (Umweltkatastrophe, Bürgerkrieg u.ä.) ausbricht. Wenn dann Menschen in weitaus größerer Zahl zu Schaden kommen würden, hätte man nicht einmal genug Intensivbetten. Ein einziges Virus legt die komplette Welt lahm. Irgendwie lachhaft (wenn es nicht so traurig wäre).

      In Venedig ist das Wasser klarer geworden und die Erderwärmung ist auch schon zurückgegangen. Was eine Woche weniger Flugbetrieb nicht so alles ausmacht. Und man überlegt neuerdings auch, ob man Kranken- und Altenpfleger/innen nicht besser bezahlen sollte. Deshalb: "Krise ist ein durchaus produktiver Zustand, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen" (Max Frisch).

      Ist die Krise überstanden, wird man vielleicht einige Dinge neu überdenken. Hoffentlich zum Positiven. 8)

    • Naja ihr diskutiert über Wirtschaft und Umwelt.
      Ich habe einen sehr guten Freund den ich jetzt seit 30+ Jahren kenne - er arbeitet in einem Krankenhaus als Pfleger, 3 Schichten, zu zweit pro Schicht für 30-40 Betten / Patienten verantwortlich.
      Er arbeitet auf einer Station auf der die "Verdachtsfälle" landen - wo also nicht sicher ist ob die Patienten Corona haben oder nicht.
      Ist halt dann so das man einen Atemzugang legen soll (also Schlauch in den Mund), während dich der Patient die ganze Zeit über dabei anhustet und weniger als 1 Meter von dir entfernt ist - und da nicht bestätigter Corona Fall kannst du dir dann denken ob der hustende Patient es jetzt hat oder nicht.
      Letzte Nachtschicht 2 Patienten gestorben auf seiner Station, im gesamten Krankenhaus bisher 11.
      Er war gestern extrem down, wegen den Toten und weil er nicht weiss ob er sich nicht eben auch angesteckt hat.
      Ich habe ihm am Telefon gesagt, das er jetzt doch erstmal auf seine Gesundheit achten soll und sich erstmal für Minimum 4 Wochen krank schreiben lassen soll (für sich / eigene Gesundheit aber auch um es nicht im Krankenhaus zu verteilen).
      Er macht diesen Beruf seit 25+ Jahren und auch mit Herzblut aber was diese ungewisse und belastende Situation Psychisch mit Pflegekräften macht brauche ich hier, glaube ich, nicht weiter ausführen.
      Ich würde momentan für kein Geld der Welt in einem Krankenhaus arbeiten wollen.
      PS: Kommt natürlich dazu das ich diesen Freund die nächsten Wochen / Monate nicht treffen kann :( .
    • Ich bin ganz ehrlich zu dir und das wird dein Freund wahrscheinlich ähnlich sehen:

      Wer bei der Arbeitsplatzwahl den finanziellen Aspekt ganz oben gesetzt hat, wird niemals glücklich werden.

      Krankenpfleger/Krankenschwestern, Rettungssanitäter, Altenpfleger usw. verdienen sicherlich viel mehr Anerkennung und auch finanziell sollten diese Berufe weitaus besser bezahlt werden.

      Da Krankenhäuser seit 1985 immer weiter privatisiert wurden, hat man aber heute diese Situation und da trägt die Regierung eben die Verantwortung für.

      Ob nach der Krise eine bessere Bezahlung des Personals erfolgen wird, wage ich auch ganz stark zu bezweifeln, denn seit Jahrzehnten wird nun für eine bessere Bezahlung gekämpft und nahezu nichts ist geschehen.

      Wenn sich Menschen für diese Berufe entscheiden, liegt es daran das Sie Menschen helfen wollen und es Sie glücklich macht, wenn Menschen wieder Gesund das Krankenhaus verlassen , man ein Menschenleben gerettet hat oder die Senioren in der Senioren-Residenz noch eine würdevolles Leben genießen dürfen.

      Das in solchen Berufen unter Umständen Leute in deinen Händen oder vor deinen Augen sterben, ist leider nicht auszuschließen und unter Umständen stumpft man mit der Zeit auch ab, wenn sowas zur Gewohnheit wird.

      Ich persönlich könnte das emotional nicht mit mir vereinbaren und habe größten Respekt vor Menschen, welche sowas verkraften können.
      Xbox Live: xSpecial_Movex

      The post was edited 1 time, last by Chino ().

    • Chino wrote:




      Ob nach der Krise eine bessere Bezahlung des Personals erfolgen wird, wage ich auch ganz stark zu bezweifeln, denn seit Jahrzehnten wird nun für eine bessere Bezahlung gekämpft und nahezu nichts ist geschehen.
      Das Problem ist meiner Meinung nach aber auch, dass immer nach besserer Bezahlung geschrien wird obwohl die Bezahlung der Krankenpflege jetzt nicht wirklich schlecht ist (Altenpflege sei Mal ausgenommen, da es keine gesonderte Ausbildung mehr ist)
      Die Arbeitsbedingungen und Perspektive in der Pflege ist halt wirklich der letzte Rotz. Aber diese beiden Sachen gehen halt Hand in Hand

      Keine Perspektive, kein Nachwuchs, keine besseren Arbeitsbedingungen.
      Aber am Grundgerüst der Pflege/Ärzte-Hierarchie lässt sich schlecht rütteln.

      Da steht auf der einen Seite die Pflege-Lobby die sich immer weiter emanzipieren will ala "wir sind was völlig anderes als Ärzte und daher übernehmen wir keine ärztlichen Tätigkeiten" und auf der anderen Seite die elitäre-Ärzte-Arroganz die sich weigert Hochheilige Aufgaben auch an nichtärztliches Personal weiter zu geben.

      Aber ich glaube da wird's hier zu politisch...
      “Tell people there's an invisible man in the sky who created the universe, and the vast majority will believe you. Tell them the paint is wet, and they have to touch it to be sure.”
    • Also ich beteilige mich nicht an Spekulationen
      ich warte bis zum 20 April ab halte mich an 2 Meter und wasche mir die Hände!
      Uns wird es vor dem 20 mitgeteilt wie es weitergeht.
      Mir fällt aber schon nach 2 Wochen die Decke auf den Kopf die lust zu Zocken oder Blu-rays gucken hält sich sehr stark in grenzen.
      Der entscheidende Schritt im Leben eines Menschen ist der Sprung über den
      eigenen Schatten.