Den Punkt wollte ich vorhin schon kurz erfragen, hab ihn aber dann fallen gelassen - direkt ausformuliert, oder muss man dazu entsprechend selbst kritisch denken?
Teils teils, vieles ist halt so "In your face", dass eigentlich nur noch ein Satire-Schild im Hintergrund fehlt, manchmal gab es aber auch Missionen, die dich richtig zum Nachdenken bringen konnten, wenn du mal 1-2 Minuten Zeit genommen hast um drüber nachzudenken. Bestes Beispiel ist da vermutlich die "Folter-Mission" aus dem letzten Teil. Der Charakter Trevor muss da einen Mann (ich glaub es war ein Politiker?) foltern zur Informationsbeschaffung. Das scheint gerade bei dem Charakter auch gar nicht so unlogisch zu sein, da er in seiner ersten Szene einem Biker den Kopf zetrümmert.
Der hält aber nach der Mission noch einen kleinen Monolog über das Foltern: „Folter ist nur für den Folterer da. Oder für denjenigen, der die Folter anordnet. Man foltert um des Spaßes Willen! Wir alle sollten uns das eingestehen. Um Informationen zu erlangen, ist sie nutzlos.“
Während sich die Ganze Mission also um das Beschaffen von Informationen auf Basis von Foltern handelt (und diese ist in der Mission auch wirklich explizit), führt der Charakter selbst die ganze Mission am Ende ad absurdum. Rockstar Games nutzte diese Passage als zynischen Kommentar, um zu verdeutlichen, dass Folter in Videospielen oder der Realität oft nur der Unterhaltung oder Machtausübung der Täter dient, aber faktisch keinen echten Nutzen hat.