Tokios Börse schwer belastet
Der Aktienkurs des japanischen Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony Corp ist am Montag in Reaktion auf den in der vergangenen Woche vorgelegten schlechten Zwischenbericht weiter tief gesunken.
(Reuters) Zu Handelsbeginn sackte der Kurs um 16% auf 2720 Yen. Dies war zugleich der tiefste Stand seit siebeneinhalb Jahren. Einschliesslich der bereits am Freitag erlittenen Kursverluste notierten Sony-Aktien damit um 27% niedriger. Insgesamt wurde damit ein Firmenwert von über 900 Mrd. Yen (rund 6,9 Mrd. Euro) vernichtet. Der Kursrückgang bei Sony belastete auch am Montag den gesamten Aktienmarkt in Tokio.
Vor allem Sonys Prognose eines erwarteten Betriebsergebnisses im Konzern von 130 Mrd. Yen im Geschäftsjahr 2003/2004 (per 31. März) verunsicherte die Anleger. Dies wäre ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 30% und das schlechteste Ergebnis seit neun Jahren. Sony hatte für 2002/2003 einen Konzernreingewinn über 115,5 Mrd. Yen ausgewiesen und damit das Ziel von 180 Mrd. Yen weit verfehlt.
Börse auf 20-Jahres-Tief
Der Aktienmarkt in Tokio hat auch am Montag schwächer tendiert. Händler verwiesen auf die Nachwirkungen des schlechten Sony-Ergebnisses, das den Markt insgesamt weiterhin belaste. Zum Ende des Vormittaghandels lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,60% oder 46,55 Punkte im Minus bei 7652,95 Zählern. Zeitweise wurde ein neues 20-Jahres-Tief erreicht, nachdem bereits am Freitag die Börse mit einem Schlussstand von 7699,50 Punkten den niedrigsten Stand seit November 1982 markiert hatte.