[color=#FF0000]DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE (1970)[/color]
Der Amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas wird in einer Galerie in Rom Zeuge eines Mordversuches, kann jedoch nicht eingreifen,
da zwischen ihm und dem Opfer eine dicke Glaswand ist.
Der zuständige Kommissar Morosini bittet Sam um Mithilfe, und als Sam's Freundin am Telefon vom Täter bedroht wird, sagt er zu.
Auf eigene Faust beginnt Sam, Zeugenaussagen und Hinweise zu sammeln, was ihn natürlich auch selbst in Gefahr bringt...
Dario Argento's Regiedebüt ist ein Krimi, der auf einem Edgar Wallace-Roman beruht.
Die Geschichte wird durchaus spannend erzählt, und man merkt schon ansatzweise, dass Argento viel wert auf Bild und Musik legt-
das Breitbildformat 2,35:1 wird jedenfalls oft komplett genutzt, und die Musik passend eingesetzt.
In den Hauptrollen sind Tony Musante und Suzy Kendall zu sehen, in Nebenrollen Mario Adorf als verrückter Maler, und Reggie Nalder als ein auf Sam angesetzter Killer.
6/10
[color=#FF0000]DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE (1971)[/color]
Der ehemalige Journalist Franco Arno (Karl Malden), welcher seit einem Unfall erblindet ist,
hört zufällig beim Spazierengehen mit seiner kleinen Nichte Lori ein Gespräch aus einem Auto, in dem es um Erpressung geht.
Lori kann konnte das Gesicht eines der Männer im Auto sehen, und erkennt diesen kurze Zeit später in einem Zeitungsbericht wieder.
Es war der Genforscher Dr. Calabresi, welcher jetzt von einem Zug überfahren wurde.
Franco wendet sich an den Journalisten Carlo Giordani (James Franciscus), welcher den Zeitungsbericht geschrieben hat, und bietet diesem seine Hilfe an.
Schnell finden die beiden heraus, dass Dr. Calabresi vor den Zug gestoßen wurde, und weitere Morde im Zusammenhang mit diesem stehen.
Im Umfeld des Opfers finden sich allerdings viele Verdächtige, mit ebensovielen Hinweisen, so dass die beiden nun ganzen neun Spuren folgen müssen...
Ein schön gefilmter und gut gespielter, solider Krimi.
Ausnahmsweise ist hier sogar die ansonsten meist unerträgliche Rainer Brandt-Synchro im gerade noch erträglichen Bereich,
ein paar unpassende peinliche Kalauer haben sich leider trotzdem eingeschlichen.
Hier hätte ich mir eine "normale" Synchro gewünscht, was deutlich besser zu diesem, doch eher ernsthaften Krimi gepasst hätte.
Hier testet Argento erstmals einige ungewöhnliche Kameraperspektiven, die man in seinen späteren Filmen immer wieder finden wird.
Mit der Besetzung der Hauptrollen durch Karl Malden und James Franciscus kann der film ebenfalls punkten, in einer Nebenrolle ist Horst Frank zu sehen.
7/10
[color=#FF0000]VIER FLIEGEN AUF GRAUEM SAMT (1971)[/color]
Der Schlagzeugspieler Roberto (Michael Brandon) fühlt sich von einem ihm unbekannten Mann verfolgt, und stellt diesen zur Rede.
Als der Mann ein Messer aus der Tasche zieht, kommt es zu einem Kampf, an dessem Ende der unbekannte reglos am Boden liegen bleibt.
Aus Angst des Mordes beschuldigt zu werden, meldet Roberto das ganze nicht der Polizei, doch ein dritter hat das geschehen beobachtet und fotografiert-
und ein Psychokrieg gegen Roberto und seine Frau (Mimsy Farmer) beginnt.
Der unbekannte fordert kein Geld, lässt aber immer wieder Hinweise auf die Tat auftauchen.
Als schließlich eine Bekannte von Roberto ermordet wird, rät ihm sein Freund Godfrey (Bud Spencer) einen Privatdetektiv zu konsultieren...
Argento-Typische Nahaufnahmen, für damals teils recht drastische Szenen, und ein atmosphärischer Soundtrack von Ennio Morricone.
Noch immer ein Stück von seinen späteren Horrorfilmen entfernt, wird die Handlung dieses Thrillers eher ruhig, und mit nur wenigen Gewaltspitzen erzählt.
Trotzdem bleibt der Film durchaus spannend, und ist auch überzeugend besetzt.
7/10
[color=#FF0000]DIE HALUNKEN (1973)[/color]
Mailand, 1848: Während der Revolution der Mailänder gegen die Österreichischen Besetzer,
kann der kleine Gelegenheitsdieb Cainazzo (Adriano Celentano) durch einen Bombenanschlag aus dem Gefängnis flüchten.
Er macht sich auf die Suche nach seinem Freund Zampino, der ihm noch Geld schuldet-
und trifft dabei zufällig auf den jungen Bäcker Romolo, der durch die Bombe seinen ganzen Besitz verlor, und daher mit Cainazzo weiterzieht.
Als Cainazzo erfährt, dass Zampino inzwischen zum Volkshelden geworden ist, sich "Freiheit" nennt, und den Aufstand anführt, schließt er sich der Revolution an...
Das Problem des Filmes ist, dass es keine klare Richtung gibt.
Revolutionsdrama? Komödie? Buddymovie? Abenteuerfilm? Das alles vermischt mit ein paar hier nicht hineinpassenden blutigen Szenen.
Die Revolution wird als völlig Sinn- und Planlos dargestellt, und absolut jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht.
Als zynische Satire kann der Film allerdings auch nicht überzeugen, dazu stört alleine schon Celentano's Klamauk-Humor zu sehr.
Dazu kommt, dass knappe 2 Stunden Laufzeit für diesen Stoff einfach deutlich zu lang sind.
2/10
[color=#FF0000]PROFONDO ROSSO - DIE FARBE DES TODES (1975)[/color]
Marc Daly (David Hemmings) ist Pianist, beobachtet eines Abends durch das Fenster seines Übungsraumes den Mord an einer Nachbarin,
welche am Tag zuvor auf einem Parapsychologen-Kongress die Anwesenheit eines Mörders spürte. Scheinbar wurde die Frau von genau diesem getötet.
Marc versucht mit Hilfe der Reporterin Gianna den Mord auflösen.
Doch jede Spur welche die beiden entdecken, endet jin einem weiteren Mord- es scheint, als könne der Mörder jeden Schritt der beiden vorhersehen...
Wie schon die ersten drei Filme von Argento, ist auch "Rosso" im Grunde nur ein gewöhnlicher Krimi,
dessen Präsentation hier aber erstmals deutlich interessanter als der Inhalt daherkommt.
Auch die Mordszenen werden hier geradezu zelebriert, und um einiges härter als in den meisten Filmen dieser Zeit dargestellt.
Schöne Bilder, tolle Kameraführung, und die perfekt passende und eingängige Musik der Band Goblin, heben den Film deutlich über den Durchschnitt.
8/10
[color=#FF0000]SUSPIRIA (1977)[/color]
Die Ballett-Tänzerin Suzy kommt aus Amerika nach Freiburg in Deutschland, um sich dort an einer angesehenen Ballettschule ausbilden zu lassen.
Als sie dort ankommt, beobachtet sie, wie ein junges Mädchen in Panik aus der Schule flüchtet- und erfährt am nächsten Tag von ihrer Ermordung.
Dies soll nicht die einzige seltsame Situation bleiben, welche Suzy erlebt-
die Lehrerinnen sind übertrieben streng, der Hausdiener scheint geistesgestört zu sein, und Nachts hört man seltsame Geräusche im Haus.
Suzy beginnt nachzuforschen, und entdeckt, dass das Haus eine dunkle Geschichte hat, und die Hexe Mater Suspiriorum, die Mutter der Seufzer, beherbergen soll...
Suspiria ist der erste Teil von Argentos "Müttertrilogie", in der es um drei mächtige Hexen geht, welche die Herrschaft über die Erde übernehmen wollen.
(Die weiteren Teile sind "Horror Infernal" (1980) und "The Mother of Tears" (2007).
Der Film gilt zurecht als Klassiker des Italienischen Horrorfilms,
und zeigt Argento's Vorliebe für schräge Farben, Lichteffekte, Nahaufnahmen, Kamerafahrten, sowie den Einsatz verstörender Musik.
Auch hier stammt der Soundtrack, wie im vorherigen Film von Goblin, ist allerdings wirklich eher verstörend, als angenehm zu hören.
Im Film wird übrigens Freiburg als Ort des Geschehens genannt, gedreht wurde zumindest teilweise aber deutlich erkennbar in München.
9/10
[color=#FF0000]INFERNO - HORROR INFERNAL (1980)[/color]
Rose Elliot liest in einem alten Buch über Hexen von den sogenannten "Drei Müttern",
welche in drei Ländern jeweils in einem Haus des verschwundenen Architekten Varelli leben sollen, um von dort die Welt mit Schrecken zu überziehen.
Die Häuser sollen in Freiburg, Rom und New York stehen- und Rose meint, dass ihre New Yorker Wohnung in eben jenem Haus liegen könnte.
Sie schreibt ihrem in Rom lebenden Bruder Mark von ihrem Verdacht, und macht sich auf die Suche nach Hinweisen.
Und richtig: Es scheint eines der Varelli-Häuser zu sein, und zwar jenes, in dem die Hexe Mater Tenebrarum, die Mutter der Finsternis herrscht.
Inzwischen macht sich Mark auf den weg zu seiner Schwester, doch als er in New York ankommt, ist diese verschwunden.
Dafür trifft er auf den Architekten Varelli...
Horror Infernal ist der zweite Teil von Argentos "Müttertrilogie", in der es um drei mächtige Hexen geht, welche die Herrschaft über die Erde übernehmen wollen.
(Der Vorgänger ist "Suspiria" (1977), der Nachfolger "The Mother of Tears" (2007).
Atmosphäre und Spannung können durchaus mit dem Vorgängerfilm mithalten, an brutalen Szenen wird hier auch nicht gespart.
Der Soundtrack von Keith Emerson ist gut auf den Film abgestimmt, der Einsatz von grellen Farben ist hier allerdings fast schon übertrieben nervig.
9/10
[color=#FF0000]TENEBRAE (1982)[/color]
Der amerikanische Bestsellerautor Peter Neal kommt nach Rom, um sein neuestes Buch "Tenebre" zu promoten.
Noch während seiner Ankunft wird in Rom eine junge Ladendiebin, die sein Buch geklaut hatte, bestialisch ermordet-
auf eine weise, wie sie im Buch beschrieben ist: In ihren Mund steckt der Mörder Seiten aus dem Buch.
Kurz darauf erhält Neal Drohbriefe, die mit Zitaten aus seinem Buch versehen sind- und der Mörder schlägt ein weiteres mal zu.
Auch an diesem Tatort werden Seiten aus Tenebre gefunden.
Als der Killer auch noch eine Freundin von Neals Assistentin Gianni ermordet, beschließen die beiden, den Täter auf eigene Faust zu suchen.
Alle Indizien deuten auf den Fernsehmoderator Bruni, doch während die beiden Bruni in seinem Haus beobachten, wird dieser mit einer Axt erschlagen.
In seinem Haus findet die Polizei hinweise, dass er für die ersten Morde verantwortlich war- doch wer hat dann Bruni ermordet?
Und wieso geht das morden nach Bruni's Tod noch weiter?
Dario Argento hat hier ein kleines Meisterwerk abgeliefert.
Zwar ist die erzählte Geschichte im Grunde auch hier nur wieder ein normaler Krimi mit derben Gewaltspitzen,
aber der Argento-Typische Stil, also die optische Umsetzung seiner Filme, reisst wie gewohnt einiges raus.
Nicht nur die recht brutalen Morde, sondern vor allem die Kameraführung, und das Spiel mit Licht und Farben verstehen es, den Zuschauer zu fesseln.
Der Soundtrack von Goblin tut das übrige dazu.
10/10
[color=#FF0000]PHENOMENA (1985)[/color]
Jennifer Corvino (Jennifer Connelly) ist gerade an einem Mädcheninternat in der Schweiz angekommen, und erfährt,
dass dort seit einiger zeit ein Mädchenmörder unterwegs ist, welcher seine Opfer köpft, aber die Körper mitnimmt.
Schon in der ersten Nacht schlafwandelt Jennifer durch das Internat, wird im Unterbewusstsein Zeugin eines Mordes,
und fällt aus dem ersten Stock in den Garten des Anwesens.
Verwirrt flüchtet sie in den nahen Wald, wo sie auf einen dressierten Schimpansen trifft, welcher sie zu seinem Besitzer,
dem Insektenforscher McGregor (Donald Pleasence) bringt, der in der Nähe lebt.
Dieser untersucht gerade einen von der Polizei gefundenen Schädel eines Opfers, da man hofft anhand der Insekten am Schädel den Todeszeitpunkt bestimmen zu können.
Jennifer ist davon fasziniert, denn auch sie interessiert sich für Insekten, und hat sogar eine Art telepathische Verbindung zu ihnen.
Gemeinsam und mit Hilfe diverser Insekten versuchen die beiden nun, den Mörder zu fassen...
Wenn man von der teils etwas albern wirkenden Idee mit den Insekten hinwegsieht, bekommt man hier einen spannenden Thriller geboten,
der neben guten Darstellern auch mit der schönen Landschaft der Schweiz punkten kann.
Phenomena ist recht atmosphärisch und schön gefilmt, aber bei weitem nicht so verspielt in seiner Darstellung wie einige der vorherigen Filme.
Was sich Argento dabei gedacht hat, neben dem Soundtrack von Goblin noch Heavy Metal-Songs von Iron Maiden und Motörhead einzubauen ist mir ein Rätsel-
diese fügen sich eher störend in den Film ein, Iron Maiden's "Flash of the Blade" kommt gleich mehrmals im Film vor, und hätte eventuell als Instrumentalstück besser funktioniert.
Interessant auf jeden Fall, aber einem vergleich mit den Vorgängern hält der Film nicht stand.
7/10
[color=#FF0000]TERROR IN DER OPER - OPERA (1987)[/color]
Die Opernsängerin einer Macbeth-Aufführung fällt bei den Proben wegen einem Unfall aus, so dass die Zweitbesetzung, die junge, unerfahrene Betty, die Hauptrolle übernimmt.
Betty wird schon bald von einem Unbekannten am Telefon bedroht, und auch beobachtet.
Als bei der Premiere ein Angestellter der Oper ermordet wird, taucht Kommissar Santini auf, und beginnt zu ermitteln.
Die einzigen, die den Mörder jedoch gesehen haben, sind die Raben, welche zur Requisite der Oper gehören, und von denen er einige getötet hat.
Kurz darauf dringt der maskierte Mörder in Betty's Wohnung ein, fesselt und knebelt sie, und zwingt sie, bei der Ermordung ihres Freundes zuzusehen.
Trotz weiterer Morde an Betty's Schneiderin und Agentin, soll die Oper weiterlaufen, was die junge Frau immer mehr verunsichert.
Bei der nächsten Vorstellung werden die Raben freigelassen, welche den anwesenden Mörder erkennen, und sich auf ihn stürzen...
Besonders hervorheben muss man hier alle Kamerafahrten, besonders die aus der Sicht des Killers-
und natürlich den toll gemachten Schuss durch den Türspion... überhaupt sind die Splatterszenen hier ausnahmslos gut gelungen.
Musikalisch gibt es neben dem zu erwartenden Operngejaule auch wieder ein paar Heavy Metal-Songs zu hören.
Optisch toll, inhaltlich aber teilweise doch etwas unglaubwürdig.
8/10
























