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"Die Passion Christi" spaltet die USA

  • ArthurDent
  • 26. Februar 2004 um 07:09
1. offizieller Beitrag
  • ArthurDent
    Erleuchteter
    Beiträge
    3.392
    • 26. Februar 2004 um 07:09
    • #1
    Zitat

    "Das ist der schlimmste Antisemitismus auf Zelluloid seit den Propagandafilmen der Nazis."

    So schreibt Filmkritikerin Jami Bernard in den "New York Daily News" über Mel Gibsons "Die Passion Christi". Selten findet die Kulturseite in den U-Bahnen und Parks, bei Frühstücks- und Mittagspausen so viele Leser wie heute. Mancher nickt bei der Lektüre zustimmend, andere schütteln verständnislos den Kopf.

    Szenenwechsel, eine Vorführung in Harlem: Das Publikum hält den Atem an, man könnte eine Stecknadel fallen hören. Durchbrochen wird die Stille nur von gelegentlichem Schluchzen, als Jim Caviezel in der Rolle des Jesus auf der Leinwand brutal gemartert wird. Dann spitze Entsetzensschreie bei der expliziten Kreuzigungsszene. Als Jesus später aufersteht, ruft eine Frau laut "Hallelujah!" und der ganze Saal füllt sich zum Abspann mit tosendem Applaus.

    147 Minuten Gewalt

    Die Kontroverse um Mel Gibsons Verfilmung der letzten Tage im Leben Jesu Christi ist einmalig. Um kein Projekt gab es schon im Vorfeld so viel Streit. Gibson fand keinen Verleih, musste sein Werk in 2800 Kinos unabhängig an den Start bringen. Nun ist "Die Passion Christi" in den USA für alle zu sehen. Aber nicht alle sind glücklich.

    Die häufigsten Kritikpunkte: Übertriebene Gewaltdarstellung und Antisemitismus. Fakt ist, dass der Film die Kreuzigung ungeschönt in ihrer ganzen Brutalität darstellt. Nach Meinung von Jami Bernard nutzt Gibson aber Großaufnahmen und Zeitlupe im Dienste einer wüsten Effekthascherei: "Hier werden Juden verunglimpft, und das nonstop zwei Stunden und sieben Minuten lang."

    Das Buch Mel

    Papst Johannes Paul II., dem Gibson den Film zur Begutachtung zeigte, sagte dagegen nur: "Der Film ist so, wie es war."

    Zwischen diesen Extremen schwanken auch die Kritiken. Einig sind sich alle, dass Gibsons die Bibel auf nicht immer geschickte Weise ausschmückt. So werden die jüdischen Wachen als außergewöhnlich gewalttätig dargestellt, die Hohepriester als herzlos und kaltblütig und Pontius Pilatus als höchst zögerlicher Henker.

    Wehret den Anfängen

    Der Nachrichtensender CNN befragte einen Rabbi und einen katholischen Geistlichen zum Thema des Tages. Die beiden Kirchenvertreter konnten sich nach langer Diskussion auf eines einigen:

    Der Film könne nicht antisemitisch sein, da er lediglich erzähle, wie eine Gruppe von Menschen ein Unrecht verübe. Diese Gruppe dürfte aber keinesfalls mit einem ganzen Volk gleichgesetzt werden. Wer aus dem Tun Einzelner eine Kollektivschuld ableite, der bereite dem Rassismus erst den Weg, so das Argument.

    Mea Culpa

    Vor diesem Hintergrund will übrigens auch Mel Gibson seinen oft fehlinterpretierten Kurzauftritt als Henker verstanden wissen. Der Regisseur schlägt nämlich selbst einen Nagel ins Kreuz Christi ein. Damit wolle er aber nur klarstellen, dass er sich für das verübte Unrecht mitverantwortlich fühle. Denn das Schlechte im Menschen sei keine Frage der Herkunft, sondern liege im Wesen des Einzelnen. Dazu wolle sich auch Gibson selbst bekennen.

    Ein eigenes Urteil kann man sich hierzulande ab dem 8. April bilden. Dann läuft "Die Passion Christi" auch in den deutschen Kinos an.

    [SIZE=10]Auf die Bilder klicken um sie zu vergrößern.[/SIZE]


    Quelle: http://www.kino.de

    Alles anzeigen

    irgendwie bin ich gespannt auf den Film. In den letzten Jahren gab es keinen Film der soviel Gesprächsstoff lieferte....

    re

    • Zitieren
  • Rudison
    fka madeyerudy
    Beiträge
    3.005
    • 26. Februar 2004 um 08:50
    • #2

    Stimmt, bin auch sehr gespannt! Mel Gibson eben..........

    XBL: Rudison
    PSN: Rudison69

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  • Marion
    Gast
    • 26. Februar 2004 um 11:06
    • #3

    Doch, hört sich vielversprechend an!!

    • Zitieren
  • Marion
    Gast
    • 2. März 2004 um 11:34
    • #4

    Passion erfolgreich
    Mel Gibsons Jesus-Film " Die Passion Christi " hat sich mit phänomenalen 76,2 Millionen Dollar ( 61 Mio.€) am We. an die Spitze der amerikanischen Kinocharts gesetzt. Sein Fünf-Tage-Ergebnis - von der Premiere am Aschermittwoch bis Sonntag einschließlich - kam dem Rekordhalter mit 117,5 Millionen Dollar gefährlich nahe. In Hollywoods Geschichte hatte bisher nur der " Herr der Ringe: Rückkehr des Königs " mehr in seinen ersten fünf Tagen verdiehnt: 124,1 Millionen Dollar im Dez. 2003. Wegen der immensen Nachfrage, so der Constantin Filmverleih gestern, werde der Film bereits am 18. März und nicht erst an Gründonnerstag in die deutschen Kinos kommen.
    Quelle pz
    =======

    Man darf also gespannt sein!! :flower:

    • Zitieren
  • Mistercinema
    Five Times most Wanted
    Beiträge
    55.103
    • 3. März 2004 um 08:35
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Heute stand bei uns in der Zeitung, daß sich in den USA ein Zuschauer im "Teufelskostüm" in das Kino gesetzt hat.

    Zuerst wurde er nur beschinmpft, anschließend mit Popcorn usw. beschmissen. Zu guter letzt hat dann eine Oma ihre Cola über ihn ergossen und es gab ein gerangel.

    Jetzt der Hammer: Nicht die Oma wurde aus dem Kino geschmissen, sondern der Typ im Kostüm. In einer Stellungnahme meinter er: Ich wollte einmal zeigen, daß die hochgelobten Christen doch nicht so tolerand anderen gegenüber sind. Ausserdem kann ich Mel Gibson nicht leiden..." :lol:


    Wat da los ist, wegen dieses Film. Bessere Publicity kann es kaum geben :jump:


    M.C.

    -- M.C´s DVD Sammlung -

    Der beste Grund auf einen Berg zu steigen ist..... weil er da ist!

    James T. Kirk

    • Nächster offizieller Beitrag
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  • ArthurDent
    Erleuchteter
    Beiträge
    3.392
    • 3. März 2004 um 09:32
    • #6

    Letztens habe ich auch gelesen, das eine amerikanische Bürgerin (etwa 60 Jahre) einen herzinfarkt bei der Kreuzigungsszene erlitten hat. Sie ist dann noch während der Vorstellung gestorben...

    re

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  • James McNulty
    Erleuchteter
    Beiträge
    10.333
    • 3. März 2004 um 09:36
    • #7
    Zitat

    Original von ArthurDent
    Letztens habe ich auch gelesen, das eine amerikanische Bürgerin (etwa 60 Jahre) einen herzinfarkt bei der Kreuzigungsszene erlitten hat. Sie ist dann noch während der Vorstellung gestorben...

    Macht nix - immerhin ist bald Ostern.... :bday:

    Gamertag: James McNulty

    "Clean living under difficult circumstances"

    • Zitieren
  • ArthurDent
    Erleuchteter
    Beiträge
    3.392
    • 3. März 2004 um 09:59
    • #8
    Zitat

    Original von Pablo Asscobar
    Macht nix - immerhin ist bald Ostern.... :bday:

    :lol2:

    ach Pablo.... du solltest doch wissen, das Frauen in der katholischen Kirche als etwas "Böses" bzw. "Verruchtest" gelten, Erbsünder etc.
    Die Oma wird erstmal Jahrhunderte vor der Himmelstür warten müssen, da ist nicht viel mit wieder auferstehen...

    re

    • Zitieren
  • Mr. Saturn
    All-Time Singstar Champion
    Beiträge
    11.745
    • 3. März 2004 um 11:40
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    [quote]Original von ArthurDent

    Zitat

    "Das ist der schlimmste Antisemitismus auf Zelluloid seit den Propagandafilmen der Nazis."

    So langsam aber sicher langweilt einen das dauernde Gejammer der Juden ja echt! Die machen sich ja nur noch lächerlich!
    So was nennt man Paranoia! :stick:
    Aber in Amerika wundert mich nix mehr -> siehe Janet Jackson´s Titte im Fernsehen, was seitdem da los ist! :lol2:

    Mr. Saturn

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    [/size]

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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  • ArthurDent
    Erleuchteter
    Beiträge
    3.392
    • 9. März 2004 um 07:13
    • #10
    Zitat

    USA: "Passion" knackt 200-Mio.-Dollar-Marke


    "Die Passion Christi ist in den USA weiter auf Rekordjagd
    An einem insgesamt ungemein starken US-Kinowochenende knackte "Die Passion Christi " nach nur zwölf Tagen die 200-Mio.-Dollar-Einspielmarke. Von Freitag bis Sonntag spielte Mel Gibsons Kreuzigungsfilm geschätzte 51,4 Mio. Dollar ein und schraubte sein Boxoffice auf unfassbare 212 Mio. Dollar. Damit ist "Die Passion Christi" schon jetzt der erfolgreichste nicht-englischsprachige Film (bisher: "Tiger & Dragon") und erfolgreichste Februar-Start (bisher: "Hannibal") aller Zeiten. "Starsky & Hutch" meldete sich auf dem zweiten Platz mit 29,1 Mio. Dollar zu Wort und verschaffte Warner damit den besten März-Start in der Firmengeschichte, gefolgt von dem ebenfalls überraschend starken "Hidalgo", der mit 19,6 Mio. Dollar anlief. Komplettiert werden die Top fünf von "50 erste Dates", der nach 7,7 Mio. Dollar kurz vor dem Sprung über die 100-Mio.-Dollar-Einspiel steht, und "Twisted" mit 5,0 Mio. Dollar. Indes profitierten die Oscar-Gewinner von ihren Siegen: "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs " legte um 46 Prozent zu und landete mit 3,2 Mio. Dollar auf Platz sieben; "Monster" hatte ein Plus von zwölf Prozent zu verzeichnen und kam mit 2,3 Mio. Dollar auf Platz zehn. Insgesamt wurden am vergangenen Wochenende in den US-Kinos etwa 142 Mio. Dollar umgesetzt - ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
    Quelle: http://www.blickpunktfilm.de

    :wow:

    re

    • Zitieren
  • Marion
    Gast
    • 10. März 2004 um 17:00
    • #11

    Heute Abend, 22.15 auf RTL - sternTV
    Zu brutal? Der Streit um Mel Gibsons " Die Passion Christi "
    Vielleicht kommen ja auch ein paar Szenen.

    • Zitieren
  • Marion
    Gast
    • 11. März 2004 um 08:06
    • #12

    So, ICH werde mir den Film auf jeden Fall anschauen! Gerade WEIL er so brutal ist, kommt er doch der Realität von damals sehr nahe! :!:
    Es gibt ihn nur in Latein und ( ehm... vergessen ) wie die Sprache heisst, mit Untertitel. Bin echt mal gespannt!

    • Zitieren
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