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Der offizielle Aquarianer-Thread!

  • teddyzwersch
  • 27. November 2005 um 13:23
  • Black Sun
    Gast
    • 3. September 2012 um 12:24
    • #221

    Teil 3 ..

    Wer als Kind mal Maurer gespielt hat wird nun große Vorteile haben, ab jetzt kommt die "Drecksarbeit"

    Eine Rückwand aus Styropor und Silikon ist ungefähr so Ästhetisch wie eine öffentliche Toilette. Damit das ganze nun halbwegs natürlich aussieht gibt es verschiedene Etablierte Methoden. Dabei haben sich vor allem 2 Varianten durchgesetzt. Portland Zement und Fliesenkleber. In beiden Fällen liegen die Vorteile bei dem natürlichen Rohstoff, der guten Verarbeitung und dem niedrigen Preis. Dennoch darf man natürlich nicht alles blind kaufen, denn so manchem Produkt sind giftige Zusatzstoffe beigemischt worden. Ich habe mich für Fliesenkleber entschieden, denn dieser lässt sich besonders gut verarbeiten.

    Das auserkorene Produkt kommt aus dem Hause PCI, hat eine offizielle Trinkwasser Zulassung und kostet im Baumarkt etwa 22€ für 25Kg. Davon wurden etwa 50% verarbeitet.

    Vorteil von Fliesenkleber ist seine Konsistenz. Man kann ihn richtig schön cremig schlagen und dann mit dem Pinsel auftragen. Anfangs hab ichs noch mit der Hand gemacht, aber wenn man danach nciht aussehen will wie ein 200 Jahre alter Opa ist der Pinsel die bessere Wahl.
    Nach einem Nachmittag netter Kleckserei war die Rückwand erstmalig überzogen und es folgten 5 Tage trockenzeit zum aushärten.


    Sieht schon fast natürlich aus ;)
    Den Fliesenkleber gibt es übrigens in verschiedenen Farben, wobei man dann wahrscheinlich ehr auf den Versandhandel angewiesen ist. Beim aushärten hellt das Zeug leider enorm auf, weshalb ich, wie die meisten anderen auch, das ganze nun einfärben will. Hier scheiden sich die Geister. Von Abtönfarbe beimischen bis zum normalen anstreichen mit Acryllack ist alles im Umlauf. In den meisten Fällen wird die Rückwand dann mit Epoxyd Harz versiegelt. Aber genau das wollte ich nicht, denn ich traue dem Zeug nicht über den Weg. Epoxyd ist wahrscheinlich das giftigste was man in ein Aquarium schütten kann. Richtig gemischt absolut Lebensmittelecht. Aber weicht man auch nur etwas zuviel ab, oder mischt nicht richtig, härtet es nicht richtig aus, und gibt giftige Stoffe ins Wasser. Also habe ich nach Alternativen gesucht. Die Wahl viel auf Pigmentpulver. Besser gesagt: Eisenoxid Pulver. Gibt es in verschiedenen Farben, bei Amazon für etwa 8€/1Kg. Man sollte das Pulver nicht unterschätzen, fein wie Mehl und hartnäckiger als jeder Edding. Insgesamt habe ich für die komplette Rückwand lediglich ca. 100 gr verbraucht.

    Wie man sehen kann habe ich mich für Schwarz entschieden, was den Vorteil hat, dass ich von fast weiß bis tief schwarz alles zusammenmischen kann. Also Bohrmaschine an, Fliesenkleber mit Pigmentpulver gemischt und wieder 1 Nachmittag lang alles angepinselt. Man sollte dabei nicht zu sparsam mit dem Zeug umgehen, soll ja auch eine gewisse stabilität haben. Manche tragen viele ganz ganz dünne schichten auf, ich nehme aus Faulheit lieber eine dicke :unschuld: Wichtig ist das aushärten. Lieber langsam und dunkel, denn bei zuviel Hitze/Sonne kann es Risse im Kleber geben. Dieses mal habe ich nur 3 Tage zum trocknen gelassen. Richtig aushärten tut es sowieso erst nach Wochen/Monaten. Und das auch unter Wasser...


    Ab jetzt ist der Hauptteil geschafft und es geht im bekannten Aqua Alltag weiter. Ein wenig Angst bleibt zurück. Falls das Silikon nicht halten sollte war alles umsonst.
    Gekostet hat mich die Rückwand bislang:
    Styropor ( 4 Platten ) = 10€
    Silikon ( 12 Kartuschen ) = 60€
    Fliesenkleber ( 25Kg ) = 22€
    Eisenoxid ( 1Kg ) = 8€

    Gemessen an den Kosten für zB eine Back2Nature Rückwand geradezu spottbillig.

    Ab jetzt die normale Einrichtung....

    Ein gutes Aquarium steht und fällt imo mit den Pflanzen. Es gibt imo nichts schlimmeres als die typischen US Plastik Aquarien, vollgestopft mit Farbkies, Spongebob Figuren und rosa Plastik Korallen. Echte Pflanzen hingegen sorgen für Stabilität, verbrauchen Schadstoffe, sehen gut aus und dienen den Tieren in vielerlei Zwecken. Die meisten Pflanzen ziehen ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser, einige weniger aber auch aus dem Boden. Und für diese verwende ich seit einigen Jahren entsprechenden Bodengrund. Darüber kann man sicherlich streiten bis die Welt untergeht. Wirklich notwendig ist er sicherlich nicht, aber ich persönlich habe durchaus gute Erfahrungen damit gemacht. Normalerweise nehme ich den von Dennerle. Aus Kostengründen bin ich aber dieses mal bei JBL gelandet. Sollte keinen so großen Unterschied machen, hoffe ich.

    Den kleinen Sack hätte ich mir übrigens sparen können, der Große war mehr als genug :damn:
    Wie schonmal geschrieben plane ich keinen hohen Wasserstand. Dementsprechend muss ich bei der Höhe des Boden ein wenig aufpassen. Hierbei sei aber gesagt, man kann eigentlich nie genug Boden im Aquarium haben. Es ist quasi der größe natürliche Filter im Becken, und sehr wichtig für die Ansiedlung von Bakterien und mini Organismen. Für die Pflanzen natürlich auch, welche Platz für ihre Wurzeln brauchen. Allgemein sagt man, etwa 7cm Höhe. Ich bin leicht darunter geblieben, plane aber auch keine goßen Pflanzen.

    Als erstes den Nährboden schön verteilt....

    Und dann den Sand darüber....

    Auch das ist wieder eine Glaubensfrage... naja, zum Teil.
    Sand oder Kies ? Gott oder Buddha ? Sand hat den Vorteil das auch kleine zarte Pflanzen besser verwurzeln können. Ganz allgemein soll er für Pflanzen besser sein. Auch entfalten einige Tiere nur bei sandigem Boden ihre natürliche Verhaltensweise. Allerdings ist das zeug auch so fein, das man mit der Strömung schon etwas aufpassen muss. Und Faulstellen will auch niemand im Aquarium haben, was bei Sand noch leichter passieren kann. Ich habe ihn auch aus optischen gründen genommen, damit ein besserer Kontrast zu den ehr dunklen "Felsen" und Tieren ergibt. Lichtscheue Tiere sollte man aber besser mit einem dunklen Boden halten, und farbige Garnelen entfalten erst auf schwarzen Grund ihre optische Pracht. Man merkt also, nichts bei einem Aquarium ist einfach so da, sondern alles erfüllt seinen Zweck.

    In die Mulden links und rechts habe ich wiederum normalen feinen Kies gemacht. Ich möchte nicht das die Strömung des Wasserlaufs den feinen Sand mit der Zeit nach unten spült.

    Übrigens so nebenbei... die Farbe des Fliesenklebers wird sich unter Wassereinfluss nochmal verändern. Die jetztigen dunklen Stellen werden dann nicht mehr so hervorstechen.
    Ab jetzt heißt es warten bis Pflanzen und Beleuchtung da sind. Die Wurzeln habe ich aber schonmal ins Becken gelegt, damit sie etwas Wasser ziehen können.

    Weiter gehts voraussichtlich in 1 Woche....

    Einmal editiert, zuletzt von Black Sun (3. September 2012 um 12:26)

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  • Vit
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    14.064
    • 3. September 2012 um 12:37
    • #222

    Macht jetzt schon einen sehr guten Eindruck. Ich bin gespannt :)

    [size=8]You see, in this world there's two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig.[/size]

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  • Yamazaki
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    • 3. September 2012 um 14:07
    • #223

    Da ich den Überzeugungskampf gegen meine Frau gewonnen habe, bin ich mittlerweile wieder am Beckenbauen :D:D

    Hier der Rohentwurf - als näcshtes kommen noch bissel mehr Struktur und Wurzeln rein. Danach wird es mit Torf beflockt.



    Einziehen werden 4 von denen hier:

    モエロクリスタル大歓迎!!!

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  • Yamazaki
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    • 8. September 2012 um 16:23
    • #224

    So, habe nun mein Becken gestern mit 2K PU Kleber beschmiert und mit Torf beflockt.

    Bin mit dem Ergebnis zufrieden :D

    モエロクリスタル大歓迎!!!

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  • Ignorama
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    • 8. September 2012 um 16:49
    • #225

    Sind das Frösche die lustig machen beim Lecken? :D

    Und wie viele Aquarien hast du denn? Oder ist das dein aktuell einziges?

    Meine Sammlung

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  • Yamazaki
    Eroge-Experte
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    • 8. September 2012 um 17:33
    • #226

    Wären es Wildfänge wärst du bei manch einer Sorte nach einmal Lecken hinüber :D

    ist momentan mein einziges Becken, sozusagen als Wiedereinstieg. Hatte mal 3 Becken mit insgesamt 14 Fröschen.

    モエロクリスタル大歓迎!!!

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  • Black Sun
    Gast
    • 8. September 2012 um 20:45
    • #227

    schön das ich hier nicht der Einzige bin. Mein Becken macht auch gute Fortschritte, und befindet sich schon in der Einlaufphase. Bilder gibt es sobald ich ab Montag etwas Zeit finde.

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  • benzin
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    • 8. September 2012 um 21:04
    • #228

    Bin jetzt auch mal unter die Aquarianer gegangen und habe mir ein Triops Starter Set gekauft. :D Mal sehen, ob ich was züchte.

    Benzin braucht jeder, der Auto fahren will!

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  • Black Sun
    Gast
    • 9. September 2012 um 14:43
    • #229

    Ich hoffe du hast gleich in richtiges Aquarium Zubehör investiert. Denn mit den Plastik wannen usw aus den Spielzeug Sets wirst du keinen langfristigen Erfolg haben.

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  • benzin
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    • 9. September 2012 um 17:39
    • #230

    Hmm, hatte schon überlegt mir ein Aquarium zu kaufen. Wollte mir Blaubarsche zulegen und ein zwei Krebse, würden die Triops in dem Falle gefressen werden??

    Benzin braucht jeder, der Auto fahren will!

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  • Black Sun
    Gast
    • 9. September 2012 um 17:58
    • #231

    Kommt auf die Größenverhältnisse an. Das gefressen werden funktioniert in beide Richtungen. Gefährlich ist es eigentlich nur erstmal während der Häutung.
    Problematischer ist hier aber ehr deine Besatz Kombination ansich. Denn ich glaube nicht das alle 3 arten die gleichen Umweltbedingungen haben. Und vor allem die triops schlüpfen nur in weichem Wasser und vertragen ein umsetzen nur schlecht. In großen neuen Becken werden sie zudem wahrscheinlich auch nach dem schlüpfen verhungern.

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  • Yamazaki
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    • 9. September 2012 um 19:55
    • #232

    heute endlich mein Becken bepflanzt :)

    besuche nächste Woche nen anderen Froschhalter - dann kommen neue Pflanzen hinzu.

    モエロクリスタル大歓迎!!!

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  • Black Sun
    Gast
    • 10. September 2012 um 17:58
    • #233

    TEIL 4 .... Endspurt

    Jetzt wirds langsam ernst. Nachdem Yamazaki schon sein fast fertiges Terra gezeigt hat, kommt jetzt mal mein aktueller Stand. Mittlerweile hat sich ein bisschen was getan, und es sieht schon fast wie ein richtiges Aquarium aus ;)
    Nachdem der Bodengrund endlich drin war, musste zwangsläufig erstmal die Beleuchtung folgen. Die klassische Lösung wären T5 oder T8 Leuchtstoffröhren gewesen. Naja, abgesehen von dem doch recht hohen Stromverbrauch nervt das ständige auswechseln. Denn was viele nicht wissen, Leuchtstoffröhren ( und auch Energiesparlampen ) verlieren mit der Zeit Helligkeit. Im Aquarium sollte man daher alle 12 bis 18 Monate neue kaufen. Doof nur das eine gute T5 Röhre mal eben so 30€ kosten kann. Natürlich ginge auch die günstige 0815 aus dem Baumarkt, doch von den Farben mal abgesehen fehlt diesen die sicherheits- Ummantlung für den Fall, dass das Glas bricht. Alternative wären die guten alten HQI Lampen. Ein Atomkraftwerk habe ich allerdings noch nicht im Keller...
    Also habe ich dieses mal zu LED gegriffen. Passt auch, da ich mittlerweile die gesamte Wohnung auf LED umstelle.

    Zum Einsatz kamen letztlich 4 LED Fluter mit je 10W. Hübsch klein und hübsch billig. Noch dazu mit IP65.

    Diese netten Teile bekommt man zB bei Pollin für je 20€. Wer schwarz haben will muss allerdings auf Ebay oder Amazon ausweichen und 25€ zahlen.

    Für die Installation bin ich bei meinem anfangs genannten Plan geblieben, und habe sie einfach an die Unterseite des "Abstand" Brettes über dem Aqua geschaubt. Womit sie "zufällig" auch genau in der Mitte des Aquarium hängen, etwa 35cm über dem Wasserspiegel.

    Der nette Kasten hier erlaubt mir die Fluter einzeln zu schalten, womit sich hübsche Beleuchtungsvarianten schaffen lassen. Gesteuert wird das ganze klassisch über eine 10€ Zeitschaltur im Unterschrank. Momentan steht die Beleuchtung von 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

    Eigentlich habe ich für Modetrends ja nichts üblich, aber von diesem hier bin ich begeistert: Das Mondlicht.
    Es gibt nichts schöneres als ein leicht schimmerndes Wasser indem sich die Tiere träge und unbeobachtet fühlend durchs Wasser bewegen. Wer Nachtaktive Tiere hat, dem werden sich dank Mondlicht völlig neue Erfahrungen bieten.
    Naja, üblicherweise werden dazu blaue LED benutzt und der Handel bietet eine Vielzahl an speziellen Aquarium Varianten an. Wie man sich denken kann nicht gerade billig. Aber wenn man etwas kreativ ist bieten sich noch andere Lösungen an. In meiner alten TV Ecke hatte ich bislang eine RGB Beleuchtung hinter dem HDTV versteckt. Diese wird nun als Mondlicht missbraucht und hinter die LED Fluter geschraubt. Das schöne dabei, mir stehen praktisch alle Farben zur Verfügung, von Sonnenaufgang bis zum klassischen blau. Leider kann ich wegen der CPU Steuerung keine Zeitschaltuhr benutzen, aber dafür gibt es eine nette Fernbedienung. Neu bekommt man solche RGB Systeme bei Ebay für etwa 35€.

    Jetzt wirds grün...

    Kurz nach den Lampen waren auch schon die ersten bestellten Pflanzen da. Geliefert von Interaquaristik.de wo ich auch sonst das meiste von meinem Aqua Zeug kaufe. Vielleicht nicht gerade die billigsten ( da bietet sich zB ehr Zooplus an ), aber dafür ein ganz gutes Sortiment und zuverlässig. Da ich ein Kaltwasserbecken plane habe ich hier keine Experimente gemacht. Eine einfache und günstige 0815 Bepflanzung, überwiegend mit Sumpf Pflanzen die auch über Wasser überleben können. Praktisch wenn man mal eine radikale Anti Algen Lösung braucht.

    Die große Flasche ist übrigens Easy Carbovon meinem bevorzugen Dünger Hersteller Easy Life. Ich nutze seit Jahren eine Mischung aus Carbo und Profito, und habe damit nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Sera, Tetra usw sind Müll dagegen, imo. Carbo ist dabei ein Kohlenstoff Dünger. Also die flüssige Alternative zur CO2 Flasche. Nette Nebenwirkung ist der gehemmte Algenwuchs wenn man es regelmäßig nutzt. Ob es für das Becken ausreicht wird sich noch zeigen, ich spiele bereits mit dem Gedanke einer CO2 Anlage zur Unterstützung. Ich habe da noch ein kleines 88g System von einem alten Nano Aquarium im Keller rumstehen. Die kleine Flasche dürfte zwar nicht lange halten, aber als Experiment kann man es ja mal versuchen. Jedenfalls besser als 200€ für die 500g Lösung zum Fenster raus zu werfen.

    Nach Tag 1 sah das ganze also nun so aus:

    Hier nochmal mit unregelmäßiger Beleuchtung

    Im Abendrot....

    Die linke Hälfte von oben.... eine sehr sehr kleine Anubia nana. Kennt wohl jeder Aquarianer. Ich hoffe sie wird bald die komplette linke Hälfte ausfüllen und einen schönen kleinen Überwasser Wald darstellen.

    und von unten

    Die Mitte....

    und von Oben...

    Die rechte Seite unter Wasser...

    Wie man sieht ist das Wasser noch recht trüb. Das wird sich mit der Zeit absetzen, dauert bei Sand aber um einiges Länger als bei Kies. Extra gewaschen habe ich übrigens nicht. Die meisten Pflanzen werden nun erstmal eine Umstellungsphase durchmachen. Dabei meine ich nicht nur die Anpassung an Wasserwerte, Licht und Temperatur, sondern das umstellen von Überwasser auf Unterwasser. Der größte Teil aller Aquarienpflanzen sind Sumpf Pflanzen die an Land gezüchtet werden. Bereits kurz nach dem Einsetzen im Aquarium werden daher diese Pflanzen zu einem großen Teil absterben, und neue Blätter für das Unterwasser Leben bilden. Das ist dann der Punkt, wo die meisten Anfänger die Pflanze schon längst entsorgt haben und sich über das rausgeworfene Geld ärgern ;) Nach nach Umweltbedingungen kann sowas unterschiedlich schnell gehen. Ich kann jetzt, nach etwa 4 Tagen, bereits bei einigen Pflanzen schon die ersten "echten" Blätter sehen. Die 4x 10W LED Beleuchtung scheint augenscheinlich mehr als ausreichend zu sein.

    Aber nicht nur unter Wasser, auch "an Land" muss was grün sein. Dazu habe ich mal etwas im heimischen Gartenteich gewildert. Fragt mich bitte nicht wie diese Pflanzen heißen ;) Da ist alles drin, Moos, Gras, Klee... Ich hoffe das es im Aquarium wachsen wird. Im Moment sieht es noch etwas kümmerlich aus.

    Hier erstmal der Haupt Wasserlauf. Funktioniert sehr gut, wobei ich mit meinem JBL 1501 Filter scheinbar schon am Limit bin. Eine noch stärkere Pumpe wäre imo durchaus kein Fehler gewesen, wenn man noch etwas Reserve haben möchte.

    Das grüne beim Wasserlauf ist übrigens normales Teichlebermoss, wie man es vor allem bei Garnelen Aquarien benutzt. Zur Abwechslung aber mal über Wasser....Ich hoffe es wächst in die Richtung in die es soll, und nicht nach unten in den Wasserlauf rein.

    Und hier der 2. Wasserauslauf knapp über der Wasseroberfläche in der Rückwand versteckt.... Der Durchfluss kann über 2 normale Absperrhähne eingestellt werden.

    Das kleine Landteil auf der linken Seite, mit meiner "Teich Beute".... bitte bitte wachsen :love:

    Und das rechte Wasserbecken, gefüllt mit Kies und Nadelsimse. Auch wieder eine Sumpfpflanze, welche sich erstmal ein wenig anpassen muss und später sogar hübsche orange Blüten bekommen kann.

    Und nochmal die Komplettansicht....

    Die erste Bakterienblüte ist auch schon da, somit hat die Einlaufphase bereits begonnen und ich bin optimistisch. Ab jetzt heißt es erstmal ein bischen abwarten und beobachten. Ich wäre zwar durchaus in der Lage schon jetzt einen kleinen Besatz einzubringen, aber das ist etwas wovon man Anfängern nur absolut abraten kann. Ein Becken zu besetzen, indem sich noch keine stabile Umweltbedingungen und Bakterienbestände gebildet haben ist absolut nichts für Anfänger und man sollte immer ein anderes Aquarium zur Unterstützung bereit haben.
    In meinem Fall plane ich jetzt erstmal min. 7 Tage Pause für die Pflanzen ein. Danach kommt ein Erstbesatz mit Wirbellosen, sprich ein paar Turmdeckelschnecken, Posthorn Schnecken und vergleichbarem. Ich hoffe auch das ich mit den Pflanzen ein paar andere Mini Tierchen eingeschleppt habe, wenn nicht werde ich diese extra und gewollt ins Becken setzen. Mein Ziel ist erstmal eine kleine micro Umwelt.
    Sollte das dann stehen, folgen als nächstes ein paar Zwerg Garnelen. Diese bekommen auch viele Wochen Zeit um sich zu etablieren. Bedeutet für mich, das Aquarium wird bis Weihnachten erstmal ein reines Wirbellosen Becken sein. In dieser Zeit sollen die Pflanzen in aller Ruhe schön wachsen und eine kleine stabile Umwelt entstehen. Erst dann werde ich langsam an Fische ( nur sehr wenige und kleine ) und ein paar Molche denken.

    Aktuelle Wasserwerte:
    Nitrit = 0 mg/l
    Nitrat = 10 mg/l
    GH = 8
    KH = 6
    PH = 7
    Tem. = 22°C

    Kostenbilanz:
    Becken: 110€
    Unterschrank: 200€
    Filter: 150€
    Lampen: 100€
    Nebler: 35€
    Rückwand: ca. 90€
    Bodengrund: 30€
    Pflanzen: 90€
    Gesamt: ca. 805€

    Fortsetzung folgt.....

    8 Mal editiert, zuletzt von Black Sun (10. September 2012 um 19:38)

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  • namenlos
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    6.954
    • 10. September 2012 um 18:11
    • #234

    bin zwar kein aquariumfan, aber die umsetzung gefällt mir 1a als alter modelleisenbahner, alles selber machen, sonst taugt es nix, auch meine devise. die erstellung der "landschaft" kommt dem erstellen von bergen etc. beim "modelleisenbahnen" auch sehr nahe.

    "Der Spiegel ist schon lange nicht mehr das, was er nie war."

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  • Black Sun
    Gast
    • 11. September 2012 um 21:19
    • #235
    Zitat von thecixxx

    bin zwar kein aquariumfan, aber die umsetzung gefällt mir 1a als alter modelleisenbahner, alles selber machen, sonst taugt es nix, auch meine devise. die erstellung der "landschaft" kommt dem erstellen von bergen etc. beim "modelleisenbahnen" auch sehr nahe.

    Danke...
    Aquarium hat imo eben auch immer etwas mit Basteln zu tun. Selbst wenn man fertige Produkte kauft ist man ja am Ende mit aufbauen und modifizieren beschäftigt. Imo macht dieses aufbauen einer mini Landschaft für sich schon einen großen Reiz aus, und fast interessanter als die Tiere ansich. Zumindest wenn man sich eh ein wneig technisch interessiert.

    Was mein Aqua angeht... ich habe mich jetzt für zusätzliche CO2 Düngung entschieden. Wollte zwar anfangs nicht, da ich eigentlich kein Geld mehr habe, aber nachdem ich heute die Wasserwerte 2x getestet habe, hab ich mich dazu durchgerungen und eine 88gr Patrone für meine alte nano Anlage bestellt.
    Ich kann nur vermuten, aber scheinbar ist der Wasserlauf eine so starke Oberflächenbewegung, das mir der PH wert ansteigt und kaum noch CO2 im Wasser ist. Messung hat heute nur 4 mg ergeben. Das kann ich nicht nur immer mit Dünger ausgleichen.

    Einmal editiert, zuletzt von Black Sun (11. September 2012 um 21:25)

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  • Black Sun
    Gast
    • 13. September 2012 um 15:44
    • #236

    Teil 5 ..... Zwischenbericht CO2

    Neue Becken schaffen neue Probleme, in meinem Fall ein PH/CO2 Problemchen, welches für mich auch eine Premiere ist. Kurz gesagt, das ganze Wasser geht richtung PH8. Ich vermute das die starke Oberflächenbewegung für einen zu starken Sauerstoffaustausch sorgt, zumal das Becken ja auch noch nicht besetzt ist. Die alte etablierte Lösung lautet CO2 Düngung, und das ist nicht gerade billig. Glück für mich, ich habe noch eine alte mini Anlage von einem nano Aquarium übrig. Schon solch ein Winzling kostet gerne 150€ in der hier gezeigten Form. Ob es was bringt ? Keine Ahnung, das wird sich zeigen.
    Sollten sich die Werte verbessern, dürfte wohl langfristig eine große CO2 Anlage kommen müssen. Die Alternative Bio CO2 mag billiger sein, und alle Komponenten besitze ich von anderen Aquarien, aber mir scheint solch ein System nicht stark genug, wenn ich mir mal so anschaue was der Rechner für eine Blasenzahl ausgespuckt hat.

    Nachdem ich anfangs noch über den Umweg PH & KH den CO2 Wert ( 4mg ) berechnet habe, läuft nun mein alter Dauertest wieder. Naja, eigentlich sollte die Anzeige grün sein. Blau bedeutet massiver Mangel. Vielleicht ist der Test auch zu alt, aber es deckt sich mit dem berechneten Wert.

    Kurzer gang in den Keller, und dieses nette Teil wieder ausgegraben. Eine Druckgas Anlage von Aquatic Nature mit eingebautem Magnetventil. Leider nur für 80-100g Einweg Flaschen gedacht. Diese ca. 9€ Flaschen dürften bei den derzeitigen Einstellungen nur 1 Monat halten. Von daher wird mir keine andere Wahl bleiben als später auf ein großes System mit mit 500g bis 2000g zu wechseln. Preisvorteil ist enorm. Das Magnetventil dient zur Nachtabschaltung, da dort normalerweise der CO2 Verbrauch geringer ist. Eine Säure will ich ja auch nicht produzieren ;)

    Hier der Blasenzähler. Eine wilde Mischung aus Dennerle, JBL und Tetra Komponenten.

    Und im Aquarium, der Ausströmer aus Glas/Keramik. Dieser zerstäubt das CO2 in kleine Blasen, welche sich beim Aufstieg im Wasser lösen. Ein Reaktor wäre zwar wartungsfreier und effektiver gewesen, doch für mein Becken einfach zu groß in den Abmessungen.

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  • PerfectDarky
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    • 22. September 2012 um 23:22
    • #237

    @ Black Sun , gefällt mir echt gut was du da machst :)

    Bin nun auch wieder stolzer besitzer eines Beckens auch wenns nur 54l~ ist.
    Geplant ist da später aufjedenfall Dornaugen einziehen zu lassen.Hat irgendwer Anregungen oder Ideen was man noch dazu reinsetzen könnte?

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  • Black Sun
    Gast
    • 23. September 2012 um 11:38
    • #238

    Ich hoffe du machst dann nicht den Fehler vieler 60l Besitzer, und machst zuviel rein. Das Becken wird sehr schnell überfüllt sein, wenn man nicht aufpasst. Auch die typischen fische wie Black molly, antennenwelse und gubbys würde ich nicht nehmen, denn die werden entweder viel zu groß, vermehren sich zu stark, oder einfach beides.
    Imo perfekt wäre hier zb ein kampffisch. Der sieht hübsch aus, und kann in einem ruhigen 60er durchaus sein volles Alter erreichen. Dazu noch ein paar hübsche Garnelen.
    Die Dornaugen sind ja, richtig gehalten, sehr aktive und zutrauliche Fische. Die legen sich auch schonmal bei der Wasseroberfläche auf Pflanzen drauf. Also wären entsprechende pflanzen und aufbauten zu empfehlen.
    Würde sich ebenfalls mit dem kampffisch vertragen, da er keinen hohen Wasserstand braucht und ebenfalls gerne auf Pflanzen rum lümmelt.

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  • PerfectDarky
    Profi
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    693
    • 23. September 2012 um 12:39
    • #239

    Ja Guppys,Mollys usw hab ich von anfnag an ausgeschlossen , find die auch einfach uninrtessant.Hm sind Kampfische denn irgendwie besonders aktiv oder haben nen inrtessantes verhalten?,hatte mal gelesen das die besonders im späteren alter sehr träge werden.Wie sieht das denn mit Flossensaugern oder Panzerwelsen(albino) aus?
    Da ich mich mit Garnelen nie ausnander gesetzt hab,müsste man da Einrichtungs/Filter technisch irgendwas besonderes bei beachten?

    • Zitieren
  • Black Sun
    Gast
    • 23. September 2012 um 15:51
    • #240

    Naja, so richtig besonders sind kampffische auch nicht. Einzelhaltung muss sein, damit sie sich nicht gegenseitig killen. Das interessanteste ist da nur die Paarung. Ansonsten sind es sehr ruhige und zutrauliche Tiere, die wegen der großen Flossen später wirklich nur noch selten aktiv schwimmen.
    Garnelen sind wiederum sehr vielseitig und je nach Art auch unterschiedlich zu halten.
    Die meisten lieben ehr kühleres Wasser bis 25C und der Filter sollte keine großen Öffnungen haben, wo die Babys eingesaugt werden können. Strömung lieben die meisten Arten aber. Ansonsten sind sie etwas empfindlich was Chemie und Metalle angeht. Vor allem Kupfer. Sollte man immer bedenken. Sie lieben mulm zum wühlen und viele viele Pflanzen. Aufpassen musst du nur bei den großen Arten wie zb Ringelhand Garnelen. Die können auch schonmal einen kleinen Fisch fangen.

    Garnelen lassen sich aber auch gut züchten, und wenn du anfangs etwas mehr investierst, und nicht gerade eine red fire kaufst, kannst du später die Jungtiere für jeweils 10 bis 50 € das Stück in der Zoohandlung abgeben. Natürlich abhängig von der garnelenart.

    Einmal editiert, zuletzt von Black Sun (23. September 2012 um 15:56)

    • Zitieren
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