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Ausbildung = Gym Reife?

  • CoBaYe
  • 4. Dezember 2012 um 19:22
  • CoBaYe
    Profi
    Beiträge
    737
    • 4. Dezember 2012 um 19:22
    • #1

    Moin, ich habe nen Realschulabschluss und mache immoment meine Berufsausbildung als Bürokaufmann.
    Wenn ich meine Ausbildung fertig habe, kann ich dann ein normales Abitur machen? Also habe einen erweiterten Sek.1 Abschluss?

    Komme aus Niedersachsen.

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  • BigJim
    Meister
    Beiträge
    2.025
    • 4. Dezember 2012 um 19:26
    • #2

    Klar geht das. Hab' ich auch so gemacht. Komme allerdings aus Nordrhein-Westfalen, aber das dürfte im Prinzip keinen Unterschied machen. :)

    8)

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  • Retrozocker
    Erleuchteter
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    6.894
    • 4. Dezember 2012 um 19:27
    • #3

    Warum holst du dein Abi nicht an einer Abendschule nach? Dann kannst du nebenher arbeiten und dich gleich auf einen Zweig spezialisieren? Wenn du so das Abi nachholen willst, dann ist das eigentlich auch kein Problem, wenn du einen Realschulabschluß und eine abgeschlossene Ausbildung hast. Evtl. kann es an den Noten hängen, oder du musst einen Aufnahmetest absolvieren, aber eigentlich sollte es gehen.

    Ich würde einfach an einer Gesamtschule anrufen und nachfragen. Die Sekretärinnen sind in der Hinsicht ziemlich fit! Ich würde allerdings den ersten Weg gehen, denn so kann man halbtags arbeiten und schon ein wenig was auf die Seite legen. Das macht sich später im Lebenslauf auch viel besser!

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  • Allrightythen
    Erleuchteter
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    5.161
    • 6. Dezember 2012 um 21:25
    • #4

    Was erhoffst du dir dann durch's Abitur? Willst du studieren? Warum machst du dann vorher 'ne Ausbildung?
    Ausbildung ist doch gleichgestellt mit mittlerer Reife, also ändert sich doch erstmal nix.

    [size=8]Ihr könnt ungenutzte Rechenkapazität für die Wissenschaft zur Verfügung stellen.[/size]
    [size=10]wcg und folding


    [color=#009900]Ace Ventura: "If I'm not back in five minutes... just wait longer. "
    [/color][/size]

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  • Ignorama
    Well Dweller Fanboy
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    31.366
    • 6. Dezember 2012 um 21:53
    • #5

    Naja, es gibt Unis, an denen man mit einer Ausbildung studieren kann. zB an der Uni Kassel sind damit manche Studiengänge belegbar, aber afaik nicht alle, daher ist ne Ausbildung manchmal erst der Schlüssel zum Studium, sofern man kein Abitur hat. Handelt sich dabei in der Regel um soziale oder praktische Studiengänge.

    Meine Sammlung

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  • BigJim
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    2.025
    • 6. Dezember 2012 um 22:04
    • #6

    Aber ohne Abitur studieren? Ich weiß nicht, ob das Sinn macht. Immerhin müssen gewisse theoretische Grundlagen vorhanden sein. Jedenfalls an den Universitäten. An den Fachhochschulen mag das aufgrund des stärkeren Praxisbezuges anders aussehen. Doch für die Fachhochschule benötigt man ja auch kein Abitur; dort genügt die Fachhochschulreife.
    Vorteil: die Fachhochschulreife lässt sich schneller erreichen. Von einem mittleren Schulabschluss (in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem einschlägigen Praktikum bzw. Berufserfahrung) ausgehend, dauert das auf einer regulären Fachoberschule (kenne viele, die das dort gemacht haben) nur ein Jahr. Abitur (= "Allgemeine Hochschulreife") geht für gewöhnlich nicht unter drei Jahren. Aber vielleicht ist das mittlerweile anders, da das Abitur ja heute schon nach 12 Schuljahren (früher: dreizehn) erworben werden kann. Keine Ahnung.

    8)

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  • Ignorama
    Well Dweller Fanboy
    Beiträge
    31.366
    • 6. Dezember 2012 um 22:12
    • #7

    Ehrlich gesagt widert mich das elitäre Gehabe der Universitäten an und ich halte 95% davon für nichts weiter als heiße Luft. Universität ist irgendwie ein kleiner Mikrokosmus und dennoch meinen viele leider sie wären etwas, nur weil sie ne Uni besuchen.

    Problem ist doch aber vor allem, dass viele Berufe zu Akademikerberufen werden, die es eigentlich gar nicht sind. Da wären Landschaftsplanung, Agrarwirtschaft und soziale Arbeit - alles imho keine echten Studienberufe, sondern typische Ausbildungsberufe. Das meine ich in keinster weise dispektierlich, im Gegenteil, ich halte die praktische Ausbildung in solchen Berufen für weitaus fruchtbarer als die theoretische in Seminarräumen.

    Um aber aufs eigentliche Thema zu kommen: Ich bin kein Freund vom Abitur als sture Voraussetzung fürs Studium, ich wäre grundsätzlich für den fachbezogenen Auswahltest, würde daher auch den NC abschaffen. Ich hab bis heute nicht verstanden warum jemand mit einem 2,5 Abitur kein guter Chirurg sein soll.

    Meine Sammlung

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  • BigJim
    Meister
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    2.025
    • 6. Dezember 2012 um 22:16
    • #8
    Zitat von Allrightythen

    Was erhoffst du dir dann durch's Abitur? Willst du studieren? Warum machst du dann vorher 'ne Ausbildung?

    Vielleicht, um vor dem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln. Außerdem hat man dann schon mal "was Solides" gelernt. Habe ursprünglich auch 'ne Lehre gemacht. Es hat mir nicht geschadet. Und überhaupt: die Heisenberg'sche Unschärferelation erläutern können, aber nicht wissen, wie man 'nen Nagel in die Wand haut, das kann's ja wohl nicht sein.

    8)

    Ignorama:
    Ich stimme Dir im Prinzip zu. Nichts desto weniger finde ich Abitur im Hinblick auf rein wissenschaftliche Studiengänge (Physik, Chemie, Philosophie usw.) schon sinnvoll. Zumal die Erfahrung gezeigt hat, dass heute oft nicht einmal mehr Abiturienten studierfähig sind. Drum dürfte es ganz ohne Abitur (noch) schwieriger sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von BigJim (6. Dezember 2012 um 22:22)

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  • ave
    Fortgeschrittener
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    552
    • 7. Dezember 2012 um 09:48
    • #9
    Zitat von Ignorama

    Um aber aufs eigentliche Thema zu kommen: Ich bin kein Freund vom Abitur als sture Voraussetzung fürs Studium, ich wäre grundsätzlich für den fachbezogenen Auswahltest, würde daher auch den NC abschaffen. Ich hab bis heute nicht verstanden warum jemand mit einem 2,5 Abitur kein guter Chirurg sein soll.

    Die Einstiegsbedingungen fuer die meisten Faecher sind doch sowieso schon ganz unten, wie weit willst du sie denn noch herunterschrauben? Das Level vom Abitur ist nicht allzu hoch, im Gegenteil, es sank ueber die Jahre hinweg gewaltig weil Hinz und Kunz heutzutage seinen Knirps aufs Gymnasium schickt.

    Jemand mit 2,5 im Abitur waere vielleicht sogar ein guter Chirurg, die zukuenftige Hingabe kann man ja nicht an der Abitur-Note festsetzen.
    Aber das Medizinstudium verlangt eine Menge Hingabe zum Lehrmaterial, Ehrgeiz, Durchhaltevermoegen und den Willen, eine Menge Arbeit durchzustehen. Wenn man nur 2,5 im Abitur hatte, signalisiert das nunmal, dass diejenige Person das Zeug dazu eventuell doch nicht hat.... das Auswahlverfahren ist elitaer, weil es dort eben nicht um Agrarwirtschaft geht sondern um das Operieren an Menschen.

    Ich finde das Auswahlverfahren in Deutschland ehrlich gesagt noch viel zu lax. Lediglich die paar Medizinstudiengaenge und sowas wie Psychologie hat einen sehr strengen NC. Jura, Wirtschaft, Maschinenbau & Co hingegen kann jeder Arsch studieren und folglich sinkt auch der Wert des Bachelors auf dem Arbeitsmarkt (der deutschen Version). In Nordamerika ist das anders, da ist es z.B. ausserordentlich schwierig in Jura reinzukommen und man braucht dafuer auch zwingen einen Bachelor in Arts bevor man anfangen kann. Dasselbe gilt fuer BWL (unter ca. 1,8 NC nichts zu machen). Man sollte lieber mal die Anforderungen in Gymnasium und beim NC erhoehen, damit die Abschluesse auch wieder mehr Wert haben.

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  • Ignorama
    Well Dweller Fanboy
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    31.366
    • 7. Dezember 2012 um 12:47
    • #10
    Zitat

    Ich finde das Auswahlverfahren in Deutschland ehrlich gesagt noch viel zu lax.

    Steht in keinem Widerspruch zu meiner Aussage, denn ich finde fachbezogene Eignungstests wesentlich härter als das Berufen auf ne Zahl. Es ist leider Fakt, dass viele ihre Note mehr oder minder geschenkt bekam, so hatten wir eine Schülerindie in Richtung 1,0 im Abi ging und ab einem gewissen Punkt auch bevorzugt benotet wurde, weil keiner Schuld sein wollte das 1,0 Abi zu versauen. In einer Nachbarstadt brachte eine Schule es sogar fertig einem Schüler 840 Punkte zu geben, bedeutet er hatte in ALLEN Fächern 15 Punkte auf ALLEN abirelevanten Zeugnissen. Bei allem Respekt vor der sicher starken Leistung des Schülers, aber es ist völlig unmöglich das ein Schüler in allen Fächern so herausragende Leistungen erbringt, als dass er permanent 15 Punkte verdient hätte. Hier sogar ein Bericht über den 15 Punkte Jungen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/a…r-a-500915.html

    Leider kenne ich schon von meiner damaligen Klassenkameradin die sehr positiv gestimmte subjektive Bewertung, aber das da ist nun echt nur noch unseriös :| Klar wird der extrem begabt sein, aber überall dieses Prädikat 15 Punkte geht einfach nicht, man bedenke nur was für nen Mist alles ins Abi eingeht (noch ein Grund warum ich diese Note für irrelevant halte)

    Meine Sammlung

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  • BigJim
    Meister
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    2.025
    • 7. Dezember 2012 um 13:20
    • #11
    Zitat von ave

    Lediglich die paar Medizinstudiengaenge und sowas wie Psychologie hat einen sehr strengen NC. Jura, Wirtschaft, Maschinenbau & Co hingegen kann jeder Arsch studieren ...

    Stimmt definitiv nicht (mehr):
    http://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/nc_werte.ws11_beste.htm

    PS.:
    Und das mit dem "Arsch" im Zusammenhang mit dem Studiengang Maschinenbau habe ich mir gemerkt. *den Dolch schärf* :D

    8)

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  • BigJim
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    • 7. Dezember 2012 um 14:22
    • #12
    Zitat von Ignorama

    Ich hab bis heute nicht verstanden warum jemand mit einem 2,5 Abitur kein guter Chirurg sein soll.

    Was ich - zumal in Zeiten von EU-Vereinheitlichungsrichtlinien usw. - noch viel weniger verstehe, sind die völlig unterschiedlichen Anforderungen. Im Bundesland Brandenburg erreichen mittlerweile ca. 30% aller Abiturienten einen Notendurchschnitt von 1,x. In Bayern sind es dagegen nicht einmal 5%, die eine 1 vorm Komma erzielen. Folglich müssen Brandenburgs Abiturienten deutlich weniger leisten als z.B. die Schüler in Franz-Josef-Land. Anders könnte man auch sagen: Bayerns Schüler, aber auch die Abiturienten anderer Bundesländer, in denen das Niveau höher als in Brandenburg ist, werden bei der Vergabe von Studienplätzen (sofern der NC als Auswahlkriterium dient) ganz klar benachteiligt. Wenn schon einen NC (ganz ohne ihn wird es meiner Meinung nach vorerst nicht gehen), dann aber bitte auch gleiches Recht bzw. gleiche Anforderungen für alle.

    Dabei wäre das Problem einfach zu lösen: Ideal wäre ein Abiturprüfungssystem, wie es in Frankreich praktiziert wird. Dort gibt es ein nationales Zentralabitur, d.h. alle Schüler/innen werden einheitlich geprüft; egal, ob sie nun in Paris oder irgend einem Dorf in Südfrankreich zur Schule gehen. Funktioniert so in der Bundesrepublik Deutschland aber nicht. Bildungspolitik ist hierzulande bekanntlich Ländersache. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen. Zwar gibt es so etwas wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner, aber bei genauer Betrachtung sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern schon gewaltig. Chancengleichheit sieht anders aus.

    8)

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  • ave
    Fortgeschrittener
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    552
    • 7. Dezember 2012 um 21:40
    • #13
    Zitat von Ignorama

    Es ist leider Fakt, dass viele ihre Note mehr oder minder geschenkt bekam, so hatten wir eine Schülerindie in Richtung 1,0 im Abi ging und ab einem gewissen Punkt auch bevorzugt benotet wurde, weil keiner Schuld sein wollte das 1,0 Abi zu versauen.

    [...]

    Leider kenne ich schon von meiner damaligen Klassenkameradin die sehr positiv gestimmte subjektive Bewertung, aber das da ist nun echt nur noch unseriös :| Klar wird der extrem begabt sein, aber überall dieses Prädikat 15 Punkte geht einfach nicht, man bedenke nur was für nen Mist alles ins Abi eingeht (noch ein Grund warum ich diese Note für irrelevant halte)

    Klar ist es einfach, mehr oder weniger gute Noten zu bekommen selbst wenn man eigentlich total bekloppt ist. Frueher war die Hochschulreife bereits eine Auszeichnung besserer Ausbildung, heute ist es nur noch ein Zeichen dass man toll wiederkaeuen kann. Na ja, vielleicht war es das schon immer, wer weiss...

    Aber dass man 1er-Schnitte beschenkt bekommt kann ich nicht bestaetigen. Aus meinem Jahrgang (120 Schueler) gab es nur 15 Leute mit einem Schnitt zwischen 1,0 und 1,9, davon nur jeweils einer mit 1,0 und 1,1 und die beiden waren wirklich extrem engagiert, intelligent und sehr ehrgeizig, denen habe ich es gegoennt. An anderen Schulen gab es zu der Zeit laut Zeitung auch nur so 10% der Abiturienten die einen Einserschnitt schaften. Mit viel Laberei und Blablub kommt man immer auf 3,0 bis 2,5 IMO, aber darueber hinaus wird es schwierig.

    BigJim
    Mein bester Freund aus der Schule ist fast mit seinem Maschinenbaustudium fertig, ich weiss aus erster Hand wie schwer und herausfordernd es ist - wollte dich damit definitiv nicht angreifen. Aber du musst zugeben, dass im ersten Semester viele Hornochsen im Publikum sitzen wegen des niedrigen NC (oder haengt der auch vom Bundesland ab?). Mein Kumpel hat davon allerdings sehr profitiert. Er war in der Schule super unmotiviert und obwohl er wirklich sehr intelligent ist hat er aufgrund seiner extremen Faulheit in der Schule nur einen 2,9er Schnitt geschafft. Jetzt ist er fast mit Maschinenbau fertig und steht auf 1 komma irgendwas... manchmal muss man das machen, was einem Spass macht.

    Ich selbst studiere Business in Kanada und das mag ich manchmal schon gar keinem in Deutschland mehr erzaehlen, weil das quasi-Equivalent 'BWL' dort so einen Ruf von "das macht jeder der nicht weiss was er machen soll" hat. Aber hier waren die Einstiegsbedingungen fuer Business sehr hoch (90% High School-Durchschnitt oder mindestens 1,9 + ausserschulische Zusatzqualifikationen in Deutschland) und es werden nur ca. 700 Business-Anfaenger jedes Jahr akzeptiert (im Vergleich zu etwa 4500 in Arts und 2000 in Science) und der Ruf ist gewaltig, kein Vergleich mit Deutschland. Daran basteln die Unis natuerlich, aber das ist eine gute Sache und kommt den Studenten sehr zu Gute (z.B. in Form von vielen interessanten Gastsprechern). Aber erzaehl mal in D dass du BWL studierst, dann bist du der Willundkannnicht der irgendwie an Geld kommen will. :D

    Ich sehe Elitarismus im Bildungswesen als eine sehr gute Sache und wenn Deutschland da nicht bald aufholt wird man es als akademischer Standort abgehaengt IMO. Die Universitaeten in Nordamerika machen da wirklich so ziemlich alles besser, abgesehen von den hohen Studiengebuehren.

    Einmal editiert, zuletzt von ave (7. Dezember 2012 um 21:42)

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    7.678
    • 8. Dezember 2012 um 13:45
    • #14
    Zitat von BigJim

    Was ich - zumal in Zeiten von EU-Vereinheitlichungsrichtlinien usw. - noch viel weniger verstehe, sind die völlig unterschiedlichen Anforderungen. Im Bundesland Brandenburg erreichen mittlerweile ca. 30% aller Abiturienten einen Notendurchschnitt von 1,x. In Bayern sind es dagegen nicht einmal 5%, die eine 1 vorm Komma erzielen. Folglich müssen Brandenburgs Abiturienten deutlich weniger leisten als z.B. die Schüler in Franz-Josef-Land. Anders könnte man auch sagen: Bayerns Schüler, aber auch die Abiturienten anderer Bundesländer, in denen das Niveau höher als in Brandenburg ist, werden bei der Vergabe von Studienplätzen (sofern der NC als Auswahlkriterium dient) ganz klar benachteiligt. Wenn schon einen NC (ganz ohne ihn wird es meiner Meinung nach vorerst nicht gehen), dann aber bitte auch gleiches Recht bzw. gleiche Anforderungen für alle.

    Dabei wäre das Problem einfach zu lösen: Ideal wäre ein Abiturprüfungssystem, wie es in Frankreich praktiziert wird. Dort gibt es ein nationales Zentralabitur, d.h. alle Schüler/innen werden einheitlich geprüft; egal, ob sie nun in Paris oder irgend einem Dorf in Südfrankreich zur Schule gehen. Funktioniert so in der Bundesrepublik Deutschland aber nicht. Bildungspolitik ist hierzulande bekanntlich Ländersache. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen. Zwar gibt es so etwas wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner, aber bei genauer Betrachtung sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern schon gewaltig. Chancengleichheit sieht anders aus.

    8)


    Wird wohl demnächst kommen. Die ersten Bundesländer haben sich bereits darauf geeinigt die selben Abiturprüfungen zu schreiben.

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  • BigJim
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    2.025
    • 8. Dezember 2012 um 14:03
    • #15

    Hoffentlich orientiert man sich dann aber auch an die leistungsstärkeren Bundesländer (Bayern, Baden-W., Sachsen) und nicht an den bildungsmäßig schwächeren (Brandenburg, Bremen, Hamburg). Was da heute im Abitur verlangt wird, ist ja schon lachhaft.

    8)

    • Zitieren
  • CoBaYe
    Profi
    Beiträge
    737
    • 11. Dezember 2012 um 13:41
    • #16

    Danke erstmal für eure ausführlichen Antworten :)

    Zitat von BigJim

    Klar geht das. Hab' ich auch so gemacht. Komme allerdings aus Nordrhein-Westfalen, aber das dürfte im Prinzip keinen Unterschied machen. :)

    8)

    Ich weiß nicht, gibt es in NRW überhaupt den erweiterten Realschulabschluss? Meine den gibt es nur in NDS & Bremen.

    Achja, weißt du ob ich evtl. nen besonderen Schnitt brauche?
    Auf google finde ich nur unaktuelle Seiten und auf Nachfragen sagt mir auch jeder was anderes. (sei es in meiner Berufsschule, oder beim Arbeitsamt)
    Ich wohne aber auch auf der NDS Grenze, also wohne in NDS und mache Ausbildung in Bremen, deswegen is das alles nochn bissn komplizierter.

    Retrozocker
    Ja könnte ich machen, aber mein Betrieb würde mich nur Vollzeit nehmen und dann ist mir das viel zu stressig 40 STD zu arbeiten & Abendschule zu machen. Will mich nicht kaputt machen.

    @Allrighty
    Ich weiß noch nicht genau was ich machen möchte, die Ausbildung hat mir gezeigt das der Job nix für mich ist, durchs Abitur kann ich mich etwas besser orientieren, immoment tendiere ich aber in die Wirtschaftsrichtung, weil ich schon nen Höheren Handelsschulabschluss und halt die Lehre habe. Könnte in dem Bereich auch 8 Monate Fachabi machen und dann Wirtschaft studieren. Mal schauen.

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  • Marco
    Anfänger
    Beiträge
    1.021
    • 11. Dezember 2012 um 13:54
    • #17

    Für das Gymnasium brauchst du entweder einen guten (<2,0) Notendurchschnitt der 10. Klasse Realschule oder du musst eine Aufnahmeprüfung absolvieren. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen ist sehr gering und das Bundesland spielt dabei eigentlich keine große Rolle.

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