dieses komische verhältnis ist mir auch schon aufgefallen, ich habe nach wie vor sporadischen kontakt zu ehemaligen schülern (meistens auf klassentreffen), die eine ganz normale solide ausbildung gemacht z.b. haben als einzelhandelskaufmann oder megatroniker, jetzt aber in einem callcenter arbeiten, da sie dort auf einen höheren stundenlohn plus provision kommen - verkehrte welt irgendwie. ![]()
Alles ist scheiße!!!
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Ich traue den geplanten Regelungen nicht so wirklich, und befürchte ehr, dass das Niveau der normalen Facharbeiter dadurch ehr sinken wird, und somit die falschen geschwächt werden. Auch die Effektivität der Gewerkschaften könnte dadurch stark eingeschränkt werden, immerhin kann sich der Arbeitgeber ja bei Verhandlungen auf den Mindestlohn berufen.
Sehe ich genau anders rum. Wenn der Mindestlohn bereits für eine weniger qualifizierte Tätigkeit 9 bis 10 € beträgt, dann kann eine Fachkraft erst recht mehr verlangen. Somit würde sich auch die Einkommenssituation von Fachkräften verbessern. Man kann jetzt natürlich einwenden, dass dann die Arbeit wieder zu teuer werden würde. Aber ein Argument gegen einen Mindestlohn in menschenwürdiger Höhe, wenn man das so nennen kann, ist das nicht. In vielen anderen Ländern gibt es schon längst einen gesetzlichen Mindestlohn. Und was dort geht, geht bei uns auch. Behaupte ich. Zumal sich Deutschland in Sachen Produktivität und Wirtschaftskraft noch immer sehen lassen kann. Es wäre nur langsam an der Zeit, dass man die Arbeitnehmer, die das durch ihre eigene Hände Arbeit ja alles erst möglich gemacht haben, zur Abwechslung auch mal wieder daran beteiligt.
Und was die Gewerkschaften betrifft: die haben doch eh nix mehr zu melden. Drum sind die Regierungen gefordert, will man diversen Ausbeutermethoden endlich Einhalt gebieten. Denn auf dem Weg zum Mindestlohn (in ausreichender Höhe, wohlgemerkt) hilft keine Bittsteller-Haltung, sondern nur das harte (= gesetzlich eingerammte) MUSS.

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Die Frage ist halt auch, wie der Mindestlohn geregelt wird. Ich bin ja ansich nicht dagegen, aber ich habe meine zweifel bei der richtigen Regelung. Und was hindert denn den Arbeitgeber daran, nun alle Fachkräfte auf Mindestlohn zu setzen ? Oder andersrum, die Fachkraft mit 1700 Brutto abzuspeisen, mit dem verweis, dass dies ja deutlich über Mindestlohn ist ? Die Menschen sind auf die Arbeit, bzw das Geld, angewiesen, werden die Jobs also zähneknirschend annehmen müssen. Und wenn die Politik mit ihrem H4 Niveau Mindestlohn bereits ein sehr niedriges Gehalt abgesegnet hat, was können sie dann nachträglich noch tun ? Wir haben bislang eigentlich keine Garantie das wirklich alles besser wird, und ich denke dieses Thema muss man sehr überlegt durchziehen. Derzeit gibts aber nur das pauschale Wahlkampf Konzept. Vergleiche mit anderen Staaten sind imo ehr schwer, denn die Situation dort und die Zeiten zur damaligen Einführung sind auch anders.
Die Gewerkschaften.... ich sag mal, ohne sähe es hier noch viel schlimmer aus. Sie haben zumindest mehr bewirkt als die Politik. Das ihnen aber oft die Hände gebunden sind, liegt vor allem an uns selbst. Denn die Gewerkschaften haben nur noch passive Papier-Mitglieder, aber niemanden der im Ernstfall Druck ausübt, oder gar noch einen Streik durchzieht. Und oft könnten sich die Arbeitnehmer auch in Gewerkschaft organisieren oder einen Betriebsrat bilden, tun es aber nicht, und nehmen lieber die Situation hin. In meinem Fall ist es zB so, dass in den letzten 4 Jahren die Gewerkschaften zweimal eine Lohnerhöhung um 4% + Einmalzahlungen durchgesetzt haben, wohingegen die Politik fleißig dafür gesorgt hat, dass der verdienst rapide sinkt, zB durch Abschaffung der Bergmannsprämie.
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dieses komische verhältnis ist mir auch schon aufgefallen, ich habe nach wie vor sporadischen kontakt zu ehemaligen schülern (meistens auf klassentreffen), die eine ganz normale solide ausbildung gemacht z.b. haben als einzelhandelskaufmann oder megatroniker, jetzt aber in einem callcenter arbeiten, da sie dort auf einen höheren stundenlohn plus provision kommen - verkehrte welt irgendwie.

Solche Beispiele sind mir auch bekannt. Leute, die formal hoch qualifiziert sind (z.B. Geisteswissenschaftler, aber in den letzten Jahren häufiger auch Naturwissenschaftler, Techniker/Ings. usw.), also durchaus an sich gearbeitet haben, und dann Hilfsarbeiter-Löhne kassieren. Gut, die Zeiten haben sich geändert. Und ich war sowieso immer der Meinung, dass z.B. das Anspruchsdenken von Akademikern (Motto: "Ich habe studiert, folglich steht mir auch dieses oder jenes Gehalt einfach zu!") langsam mal ein Ende haben musste. Ob jemand als Schuhverkäuferin oder Physik-Professor arbeitet, ist nämlich ziemlich egal, denn: Beide Jobs müssen gemacht werden. Es geht mir mehr um die ganze (Lohn-)Entwicklung insgesamt.
Im Prinzip könnt's mir ja am berühmt-berüchtigten Caesaren-Ar... vorbei gehen. Ich muss nicht von 400 € (H4) oder 900 € (Kassiererin im Supermarkt) leben. Aber diese zunehmende Ungerechtigkeit bringt auch mich langsam auf die Palme.

Doch bevor ich mich weiter groß aufrege, zocke ich lieber noch eine Runde Rome 2.


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Wahlergebnisse...

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- Offizieller Beitrag
Ohja... das ist ja schon erschreckend.
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Oh mein Gott...
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Immerhin ist die FDP weg vom Fenster. Das ist doch schon mal was.

*... und jetzt meine Machtgelüste weiterhin am PC (Rome 2) ausleb ...*

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Ohja... das ist ja schon erschreckend.
Das war doch zu erwarten? Die SPD hat immer noch nicht gerafft, dass sie mittlerweile nicht mehr auf Augehöhe mit der CDU existiert. Wenn man dann noch das arrogante Auftreten von Wowereit, den ich neben bei für die größte Pfeife in der Politiklandschaft halte, eine Koalition mit dem heimlichen Gewinner der Bundestagswahl, nämlich der Linken ausschließt, dann hat er den Schuß noch nicht gehört.
Die Grünen haben sich mit ihrer Steuerpolitik selbst ins Abseits manövriert. Wenn selbst der durchschnittliche Facharbeiter Angst um seine paar Kröten haben muss, dann kann man sowas eben auch nicht wählen. Dazu kam die Pädophiliedebatte von Trittin, natürlich pünktlich zum Schlußspurt.
Die CDU hat es genau richtig gemacht und schlichtweg die Füße still gehalten. Die profitieren immer noch von der Agenda 2010, mit der sie nichts zu tun hatten!
Aber die "Mutti" wirkt so ungemein beruhigend auf das chronisch neurotische Gemüt des deutschen Durchschnittswählers, von daher sind Werte von 40% keine Überraschung.Dazu kommen noch die Verlierer des Abends, die FDP. Die sind während ihrer Amtszeit auch nur durch Unfug aufgefallen! Rößler, Westerwelle, Bahr und Co. waren in ihren Ämtern völlig überfordert und hatten letztlich nichts zu melden. Die sind wir hoffentlich für längere Zeit los. Jetzt müsste nur die SPD die Zeichen der Zeit mal erkennen und die ewig gestrigen Parolen gegenüber der Linken ein wenig überdenken....
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Ewig gestrige Parolen?
Stimmt doch immernoch das viele Punkte der Linken auf dem Papier toll sind, sich aber mit der Wirklichkeit nicht vereinen lassen.
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Es gibt nur einen Kanzler:

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Fragt sich nur was nun passieren wird. Schwarz-Grün? Doch Schwarz-Rot? Falls keine der Koalitionen zu stande kommt, Neuwahlen? Eine Absolute Mehrheit steht aktuell ja nicht in Aussicht und selbst wenn wäre die sehr, sehr dünn.
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Ich bin momentan auf der Suche nach "Betongold", da ich den Banken oder auch dem Goldkurs auf Dauer nicht traue, Aktien schon gar nicht.
Das gleiche planen meine Frau und ich auch im Moment.
Banken, Goldkurs als auch Rente sind mittlerweile Dinge die so sicher sind, wie meine Überlebenschancen bei nem Sprung ausm 10. Stock

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ich tippe drauf, dass die afd kommt noch mit rein kommt und dann werden cdu und spd wohl zusammen regieren, da es für andere möglichkeiten dann wohl nicht langt.
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Sollte das Ergebnis so bleiben bis Heute Morgen Mittag hat dieses Land einen weiteren Nichtwähler mehr. Verarschen kann ich mich alleine.
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Wenn einem das Wahlergebnis nicht passt ists auch definitiv das Beste künftig nicht mehr mitzuwählen

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Das gleiche planen meine Frau und ich auch im Moment.
Banken, Goldkurs als auch Rente sind mittlerweile Dinge die so sicher sind, wie meine Überlebenschancen bei nem Sprung ausm 10. Stock

Da wäre ich extrem vorsichtog. Aus Gold kann schnell BLech werden.
2in meiner Familie haben sich mit Immobilien fast ruiniert. -
@Dragon: (Viel) bessere Lösung: Wahlzettel durchkreuzen oder "Wixt euch Einen" draufkritzeln. (Ergo: Wahlzettel ungültig machen u auf diese Weise ausdrücken, daß man sich nicht repräsentiert fühlt)
Ich habe mal gehört, daß ein solches Vorgehen "Wahl-Mathematisch" mehr Sinn macht, als einfach nicht wählen zu gehen.
(Andernfalls unterstütze man die stärkste Partei; Frag mich jetzt nicht, warum; Es ist wohl tatsächlich so)edit @ONOX2: hab beim Lesen von the Cixxx's "Betongold"-post auch mal kurz an die demografische Entwicklung gedacht...
Ist natürlich nicht ohne Risiko, die Sache
Trotz massivem Leerstand wird hier im Örtchen beispielsweise munter weiter gebaut (statt Vorhandenes renoviert)...

Daß die Immobiliengeschichte ebenso Glücksspiel wie anderer "Spekulationsschrott" sein kann, hat man doch vor nicht allzu langer Zeit in Amiland gesehen;
Nur, daß man eben in der Immobilie zur Not wohnen kann (wenn man sie nit losbekommt). Bei so einer Betrachtungsweise (und wenn mans wirklich sehr Dicke hat) kann man aber auch in Kunst investieren. Entwickelt sich der Kunstmarkt ungünstig, kann man sich immer noch was Schönes an die Wand hängen. Tipp für Betuchte: Gustave Caillebotte kaufen

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@ ungültige Stimmen
Bescheuertste Aktion die man machen kann. Ungültige Stimmen werden nämlich NICHT gezählt. Sie erscheinen in der hinterletzten Statistik, spielen aber für die %-Vergabe KEINE Rolle. Somit ist die Stimme ungültig machen das Dümmste was man als Protestnichtwähler tun kann.
Hier ein kleines Rechenbeispiel: Land A hat 100 Einwohner, von diesen 100 Einwohnern gehen
a) 100 wählen, einer wählt Partei B und 99 machen ihre Stimme ungültig
b) 1 geht wählen und 99 gehen nicht wählenIn beiden Fällen siegt Partei B mit 100% der gültigen Stimmen, ABER in Fall A gabs zudem 100% Wahlbeteiligung. Man hat also 100% der Stimmen bei 100% Wahlbeteiligung, geiles Ergebnis. In Fall B gibts zwar auch 100%, aber eben nur bei 1% Wahlbeteiligung, klingt schon wesentlich weniger erfreulich. Wahlbeteiligung ist immer noch eine ziemlich wichtige Statistik, die Zahl der ungültigen Stimmen dagegen nicht, die hört man wesentlich seltener. Könnte jedes mal ausrasten wenn diese Pseudoantipolitik-Menschen solchen Unsinn noch stolz erzählen

Ich hab in meinem Leben eine einzige Stimme ungültig gemacht und dass war bei einer Hochschulwahl. Hintergrund war der: Ich fand alle Parteien ätzend, aber die Uni brauchte eine gewisse Wahlbeteiligung für Fördergelder, einzig in solchen Fällen macht es Sinn seine Stimme ungültig zu machen.
Wer wirklich gegen die großen Parteien ist soll halt einfach Randgruppenparteien wählen, völlig scheiß egal ob man die gut oder schlecht findet. Muss ja nicht gleich die NPD sein, aber je höher der Wert bei "Sonstige", desto eindeutiger das Votum gegen die regierungsfähigen Parteien.
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Jetzt ist die Stunde zwar zu spät, aber unser Mathe-Lehrer hatte uns das ganz anders verklickert. Recherche folgt...
Bist Du mit allen Einzelheiten unsres nicht ganz unkomplizierten Wahlrechts vertraut? Paritätisches Gedöns, Überhangmandate usw?
Unser Pauker erklärte, daß man bei Nichtwahl die am Ende stärkste Partei unterstützt, bei ungültigem Wahlzettel jedoch nicht. Einzelheiten hab ich grad nit parat, aber vielleicht ist morgen ja ein POWI-Profi am Start
edit: Dein Bsp ist jawohl Sowas von vereinfachend

Wenn schon sone Milchmädchenrechnung, dann vergleich 100 Leute, von denen 1ner nit wählt mit 100 Leuten ,von denen Einer seine Stimme ungültig macht...
Obschon selbst sone "dünne" Rechnung uns nit schlauer macht, da müsste man schon "etwas" komplexer werden, sprich: Von 100 Leuten wählen 50 Partei A, 40 Partei B, 9 Partei C und Einer macht die Stimme ungültig etc.
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