Ignorama Hast du dir eigentlich mal Curse of the Sea Rats angesehen?
Es ist wahrlich kein Must Have und das Spiel hat nicht nachvollziehbare Framerate Einbrüche auf der Switch, aber es handelt sich im Kern um ein Metroidvania.
Ignorama Hast du dir eigentlich mal Curse of the Sea Rats angesehen?
Es ist wahrlich kein Must Have und das Spiel hat nicht nachvollziehbare Framerate Einbrüche auf der Switch, aber es handelt sich im Kern um ein Metroidvania.
Ich habe davon gehört, aber noch nicht gespielt. Es bekam auch eher schlechte Rankings, aber ich sag mal so... noch ist das Feuer nicht erloschen, werde weiter primär dieses Genre... das ich knapp 40 Jahre mied... abgrasen ![]()
Ich muss nur grad überlegen, weil was zu mir unterwegs ist, die Vinted Bestellung... ich will das sehr zeitnah spielen. Aber da noch nicht da überleg ich, ob ich ein Zwischengame einlege, muss dann nur kurz sein...
Kong Survivor Instinct mit einer Spieldauer von maximal 5 Stunden könnte man in diese Zeitspanne einfügen. Das gibt es aber leider (noch) nicht für die Switch.
Mein Problem, dass ich zu viele Games gleichzeitig zocke, ist nach wie vor nicht gelöst. Immerhin konnte ich nun wieder ein Spiel abschließen.
#16 Call of Duty: WWll (Xbox Series X|S)
Ich bin weiterhin dabei, das ein oder andere Call of Duty Game nachzuholen. CoD WWll ist genau einer dieser Ableger, wo ich bisher gar keine Berührungspunkte mit hatte. Nach den ersten drei Missionen hatte ich eine längere Pause, in den letzten zwei Wochen habe ich dann aber immer wieder mal eine Mission am Abend gespielt und die Kampagne soeben abgeschlossen.
Mir hat's gefallen! Für ein Call of Duty ist die Kampagne verhältnismäßig geerdet und nicht so krass übertrieben, wie in anderen Teilen. Trotzdem gab es in den gut 8h genügend Abwechslung und es fühlte sich weder zu kurz, noch zu lang an. Für ein beinahe zehn Jahre altes Game ist das Spiel außerdem optisch klasse. Tolle Charaktermodelle, schöne Vegetation und auch der Rest schaut super aus. Das Game könnte man auch locker heute veröffentlichen, ohne, dass es sich verstecken muss. Dank One X Enhancements läuft es vor allem auf der Series X fantastisch und bietet 4K/60fps. Ein paar Missionen habe ich zwischendrin aber auch an meiner Series S auf meinem 32" 1440p Monitor gespielt. Hier läuft das Spiel in seinen ursprünglichen Xbox One Settings, sah mit meinem Setup aber auch auf dem Monitor wirklich gut aus. Dank der Mehrleistung der Series S dürfte die dynamische Auflösung wohl immer am Maximum laufen und auch die Framerateeinbrüche der One Version treten hier nicht auf.
Online Multiplayer habe ich natürlich ebenfalls gestartet. Gerade im Vergleich zu den letzten Jahren kommt einem das Spiel unfassbar langsam vor.
Aber das meine ich im positiven Sinne. Es spielt sich deutlich ruhiger und nicht ganz so stressig, wie die Black Ops und Modern Warfare Teile der letzten Zeit und auch die Server sind nach wie vor gut besucht.
Das Spiel ist seit einiger Zeit im Game Pass und mMn lohnt es sich hier rein zu schauen, wenn man einen guten WW2 Shooter spielen möchte.
8/10
Ich kann das parallel zocken nur, wenn ich eines der Spiele gut kenne. Kann zB immer parallel Elden Ring zocken. Aber zwei mir unbekannte Metroidvania würden mir Kopfaua verursachen ![]()
Achja und storylose, selbsterklärende Games wie Sporttitel wären noch machbar, spiele ich aber seit Jahren nicht mehr
Da es auf gog.com ein Update gab und Prince of Persia The Sand oft Time nun auch im GOG Preservation Program mit dabei ist habe ich es wohl das erste mal komplett beendet glaube ich. Könnte mich auch irren und habe es damals schon durch gespielt nur kann ich mich da nicht mehr dran erinnern.
Die direkten Nachfolger habe ich wohl nicht beendet gehabt damals. Kleine Nebeninfo: Mit F11 öffnet man das extra Menü zum Einstellen der FOV und FPS und mit ESC geht man nach dem Speicher auch wieder raus.
Was soll ich sagen? Spiel ist OK hat aber ein paar Macken und die Steuerung ist neija. Klar älteres spiel. Ich habe es mit XBox Controller gespielt und den muss man beim ersten Starten im Menü erst die Tasten und Co zuweisen. Wird leider nicht automatisch erkannt. Im Menü kann man leider nur per Maus und Tastatur sich bewegen. Kleiner Minuspunkt ist, dass moderne Controller zwar gehen aber man leicht einen Laufen und Gehen Bug im Spiel hat den man wohl mit einem weiteren Community Patch beheben können soll was ich aber nicht versucht habe. Spielt man es so wie es gog.com anbietet kann das ein klein wenig nervig sein manchmal aber es ist kein Bug der das Spiel komplett unspielbar macht. In Kämpfen fand ich die Steuerung damals schon etwas komisch und das ist auch heute noch so.
Alles in allem ein solides Spiel und für mich keine verschwendete Zeit. Ich gebe mal keine X/10 Wertung weil ich mir hier nicht wirklich sicher bin was ich da geben sollte. Mehr als 5 von 10 denke ich ist es aber schon.
42. The Diofield Chronicle :ps5:
Gestern durchgespielt und heute noch schnell die Platin geholt. Es fängt gut an, spielerisch entwickelt es sich aber nicht weiter und die Charaktere und Story sind sehr platt.
7,5/10
43. Apidya Special Edition :deck:
Endlich mal nachgeholt und direkt in 16:9, schönes Spiel aber ich merke immer mehr, dass ich zu wenige Shmups spiele oder einfach mit dem Alter immer schlechter werde ![]()
8/10
Gothic Remake (PC, Steam)
Gestern Abend nach knapp 32 Stunden beendet und es ist eine richtige Hassliebe.
An sich ist das Remake super und greift die klassische Erfahrung komplett auf.
Das Kampfsystem ist nach wie vor bescheiden, die Gegner haben 1-2 Muster und gerade am Anfang kann einen alles und jeden töten - wie man es eben kennt und mag.
Besonders gut gefallen mir die Originalsprecher, auch wenn sie manchmal deplatziert wirken.
War soweit ich mich erinnere mein erster Durchgang im Sumpflager und die Mischung aus Zweihand-Schwert und Magie war extrem angenehm.
Abgesehen davon, ist das Spiel an sich IMHO schlecht gealtert.
Kapitel 1 und die Suche nach dem passenden Lager ist sicherlich das Highlight.
Danach finde ich insbesondere die Welt sehr langweilig, die Wege zu lang und das NPCs ständig woanders sind sehr nervig.
Ich gebe dem Spiel eine 7/10 und Hoffe auf Teil 2, verstehe aber total, wenn die Leute heutzutage keinen Zugang mehr finden.
27. - Vernal Edge
Das Spiel hat sehr mittelmäßige Wertungen und ich, als jemand der sehr hart sonst ist, kann es nicht verstehen. Ich sehe auch, dass das kein Toptitel ist, aber wenn die "Fachpresse" Owlboy 88% gibt und diesem Spiel 75 ist gewaltig etwas faul.
Es handelt sich um ein sehr combatlastiges Metroidvania - der Kampf ist das Herzstück des Spiels und überzeugt mich sehr. Er ist dynamisch, kontrolliert und sehr actionlastig. Dabei gibt es als Primärwaffe ein Schwert, mit dem man verschiedene Combos machen kann. Ziel ist es Gegner zu jugglen... also wie bei zB Tekken.
Neben dem Angriff hat man auch Magie, wobei diese sehr wenig Schaden macht. Sie ist nett als Ergänzung. Die Gegner sind generell sehr bulky, anders würde das Kampfsystem aber auch keinen Sinn ergeben.
Als Defensive gibt es einen Dash mit I-Frames, sowie ein Parry-System. Das Zeitfenster für das Parieren ist sehr großzügig, also keine frustrierenden Pixel-Perfect Eingaben. Effektiv ist der Kampf trotz aller Hektik strategisch - man wartet seine Zeitfenster für den Angriff ab und den Rest verhindert man zu sterben. Es gibt keine klassischen Heiltränke, sondern eine spezielle Angriffsform, die sich während des Kampfes mit Combos aufladen lässt, gibt Lebenspunkte wieder.
Leider wird das alles nicht gut erklärt, so dass ich es eher zufällig rausgefunden habe. Ich denke auch hier liegen die schlechten Wertungen begründet - Das Spiel wirft einen komplett ohne Informationen in die Action. Ich bin relativ lange ziellos umhergeirrt und habe manche Punkte für den Story-Fortschritt eher zufällig gefunden. Bei Arealen mit besonders aufwändigen Rätseln habe ich irgendwann auch Gemini gefragt, ob die storyrelevant sind und bei einer negativen Antwort woanders geguckt. Also während das Gameplay wirklich top ist, ist das Gamedesign nicht optimal durchdacht. Es wäre gut, wenn die Story ein bisschen besser begleitet wäre mit Tips und Hinweisen. Aber es ist trotzdem durchaus machbar.
Die Welt selbst ist keine zusammenhängende Map, sondern man hat verschiedene Inseln, die jeweils eine eigene kleine Welt darstellen. Dort lassen sich Shortcuts freischalten und vormals nicht erreichbare Orte werden mit neuen Abilities zugänglich. Blöd ist, dass man für jedes Gebiet die Karte erstmal finden muss, denn ohne Karte ist es sehr verwirrend. Die Karte selbst ist dann okay, aber nicht überragend. Also der Exploration Part ist definitiv nicht die Schokoladenseite des Spiels. Was schade ist, denn durch die enorm flotten Bewegungen macht Erkunden durchaus Spaß, wenn man mit der Karte grob einen Plan hat.
Google sagt das Spiel wäre schwer - ich habe es auf normal gespielt und empfand es als eher leicht. Nicht super leicht, aber kein Vergleich zu den echten Brocken des Genres. Zudem waren alle Bosse immer fair, keine fiesen Deadtraps. Wenn ich eine vermeintlich unfaire Attacke fand, hab ich immer nur nicht verstanden was ich tun muss. Kurz vor jedem Boss ist aber ein Checkpoint, so dass es sehr schnell zum erneuten Versuch kam. Ein Boss ist mir leider komplett zerglicht und war wehrlos und beim Final Boss habe ich die KI durch eine "schlecht" getimte Combo kaputt gemacht, durch einen Stancebreak wurde das aber gefixt (und ich starb dann, weil ich damit nicht rechnete
) Also das Spiel hat ein paar Macken. Aber keine Abstürze, konnte es gut durchspielen.
Es gibt wohl kein True Ending, aber tonnenweise optionalen Content. Ich habe 14 Stunden gebraucht und habe nur 50,3% Fortschritt. Die Story ist okay, durchaus teilweise ganz gut. Gibt zwar keinen Oscar dafür, aber habe wesentlich schlechtere Storys erlebt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auch wenn das Spiel nicht perfekt ist, ist es mMn weit besser als viele andere Genrevertreter mit wesentlich besserem Ruf. Ich hatte definitiv Spaß und wenn man wirklich mal zu lange hängt hilft man eben kurz mit einem Guide nach. Kann es definitiv guten Gewissens empfehlen. Ich gebe 7,5/10 mit klarer Empfehlung. Das Spiel wird nicht durch bombastische Inszenierung oder sonst was getragen, sondern weil es ein gutes Spiel ist mit kleinen Macken.
Metroidvania-Ranking
Crypt Custodian - 9,5
Monster Sanctuary - 9,0
Death's Gambit Afterlife - 9,0
Ender Lilies - 8,5
Islets - 8,5
Guacamelee - 8,5
Hollow Knight - 8,0
Ender Magnolia - 7,5
The Last Faith - 7,5
Gal Guardian 2 - Servants of the Dark - 7,5
Vernal Edge - 7,5
9 Years of Shadows - 7.5
Silver Axe - the Honest Elf - 7,5
Ultros - 7,5
Blasphemous 2 - 7,5
Minishot Adventures - 7,5
Blasphemous - 7,0
Record of Lodoss War - Deedlit in Wonder Labyrinth - 7,0
Sheepo - 7,0
Yoku's Island Express - 7,0
Ori and the Blind Forest - 7,0
Gal Guardian - Demon Purge - 6,5
Gato Roboto - 6,5
Yohane the Parhelion - Blaze in the Deepblue - 6,5
Carrion - 6,5
Beyond the Ice Palace 2 - 6,0
Gunbrella - 6,0
The Knight Witch - 6,0
Alwas Awakening - 5,5
Bō: Path of the Teal Lotus - 5,0 (2 Punkte Abzug für sehr offensichtliches Kopieren von Hollow Knight)
Grime - 5,0 (Switch Port 2,0)
Spiele die nur leichte Metroidvania Elemente haben:
Ich kann das parallel zocken nur, wenn ich eines der Spiele gut kenne. Kann zB immer parallel Elden Ring zocken. Aber zwei mir unbekannte Metroidvania würden mir Kopfaua verursachen
Achja und storylose, selbsterklärende Games wie Sporttitel wären noch machbar, spiele ich aber seit Jahren nicht mehr
Kann ich gut nachvollziehen! Manches lässt sich nicht wirklich gut parallel zocken.
Als ich Anfang des Jahres Clair Obscure nachgeholt habe, ging bei mir auch nicht wirklich viel parallel, außer so was wie ARC Raiders. Sonst hätte ich nach wenigen Tagen/Wochen sicher direkt vergessen, was ich hätte als nächstes machen müssen oder ich wäre in den Kämpfen mit dem Timing für Parry und Angriff gnadenlos untergegangen.
Das dürfte in den ganzen Metroidvanias bei dir ähnlich sein.
Zitat von IgnoramaYohane the Parhelion - Blaze in the Deepblue - 6,5
Ich hatte mir überlegt, ob ich mir diesen Titel zulege. Bisher hatte mich der meiner Meinung nach zu hohe Preis abgeschreckt. Wenn ich vorher weiß, den Titel in ein paar Stunden durchspielen zu können, möchte ich nicht zehn Euro für die digitale Fassung zahlen, ganz zu schweigen vom Preis für die physische Version, insbesondere dann nicht, wenn ich gar keinen Bezug zur Anime Vorlage habe.
Nachdem ich mir nun dein Review durchgelesen habe, möchte ich das Spiel immer noch nicht kaufen.
Tyrants Realm (PS5)
Nettes kleine Roguelike Soulslike. Nicht super umfangreich und etwas buggy aber ich hatte Spaß.
4 von 5
Horripilant (PS5)
5 von 5
Ein Cookie Clicker Spiel mit Horror und Rätselelementen. War echt gut und hat mich bis zum Ende gefesselt.
44. Resonance: A Plague Tale Legacy :xsx:
Wow, für mich bisher die Überraschung des Jahres, hat mich das Spiel doch bis letzte Woche gar nicht interessiert weil ich dachte es geht wieder nur ums Schleichen. Zum Glück habe ich mich geirrt, denn Resonance ist ein wunderbares Action-Adventure mit tollem Pacing und sehr gutem Gameplay.
9/10
Ist der Teil stand alone sinnvoll, oder verliert man viel der Story, wenn man den Vorgänger nicht kennt?
Man verliert zuletzt Glück gar nichts von der Story, die ist praktisch komplett unabhängig
ist eher ein Spinoff das vor den Geschehnissen der beiden Hauptteile spielt.
MORTAL SHELL (PS5)
Habe es schon ein paar Jahre hier rumliegen gehabt und hatte es auch vor 2 Jahren angefangen zu spielen. Ich bin damals aber mit der Spielmechanik nicht zurecht gekommen, dieses Verhärten hat genau wie die Konter damals bei mir nicht funktioniert. Die Welt fand ich stimmig und die Kämpfe fühlten sich gut an. Aber leider war es einfach zu frustrierend.
Da nun Teil 2 raus ist und ich viele gute Dinge darüber gehört habe wollte ich dem ersten Teil nochmal eine Chance geben. Items nun besser verstanden, das Verhärten ging jetzt auch gut, die Konter habe ich aber fast nicht genutzt. Nach 2 Wochen bin ich nun durch und insgesamt hat es mit doch viel Spass gemacht.
Die Welt ist zu klein, und teils finde ich die die Eingaben am Pad nicht gut übernommen werden. 2 von 3 Welten haben wir gut gefallen und die Bossgegner waren auch ok. Dafür das es ein kleines Team entwickelt hat und mich für die Collectors Edition (oder wie die heißt) nur 20€ bezahlt habe hatte ich unterhaltsame Stunden.
Ich gebe eine 7,5 von 10
Mortal Shell war das erste Soulslike, weswegen mir das Spielkonzept völlig neu gewesen ist und der Ablauf im Spiel eine neue Welt für mich war.
Nachdem ich relativ früh herausgefunden hatte, welche Reichweite der Stab Attack des Hallowed Sword erreicht, habe ich bis zum Spielende die Taktik Stab Atrack, Retreat and Dodge angewendet. Das hat ausgereicht, um das Spiel durchspielen zu können.
28 - Dust - an Elysian Tail
Das Spiel ist für mich gar nicht einfach zu beurteilen, weil da viele Aspekte reinspielen, die extrem subjektiv sind. Allen voran der Umstand, dass das Game quasi von einer einzigen Person entwickelt wurde und noch ein paar Leute, glaube 2-3, die Musik und Sounds gemacht haben. Der größte Teil der Credits sind Voice Actor. In einem Metroidvania!!!
Muss es diesmal mehr segmentieren, da ich sonst den Faden verliere:
Grafik: Dust kommt in einer wirklich wunderschönen cartoonoptik daher, die an klassische Disney-Trickfilme erinnert. Neben den liebevollen Sprites und Hintergründen sind auch typische Details, wie durchs Bild hüpfende Hasen, eingebaut. Diese Optik ist ein starkes Herausstellungsmerkmal und auch wenn in den Cut-Scenes nicht immer ein ultra scharfes Bild entsteht, ist es ein durchweg wirklich wunderschön anzuschauenes Spiel. Auf seine spezielle Art und Weise absolut herausragend.
Sound: Voice Acting. Man könnte hier schon stoppen, aber ich möchte doch ein wenig mehr herausheben, dass das Game durchweg komplettes Voice Acting hat. Etwas, was nichtmal Millionenproduktionen wie Final Fantasy X hinbekommen haben und etwas, was bei Metroidvanias unfassbar selten überhaupt nur existiert. Und es ist auch wirklich starkes Voice Acting, jede Figur scheint einen eigenen Sprecher erhalten zu haben. Die gesamte Stimmung des Spiels, vor allem die Interaktionen zwischen Dust und Fidget, werden von der starken Leistung der Sprecher getragen.
Neben dieser bereits wirklich beeindruckenden Sache wurde aber auch beim OST wirklich gut und passend gearbeitet. Ich habe zwar keinen Ohrwurm wie ich ihn beispielsweise beim Hyrule-Theme von Zelda a Link to the Past bis heute habe, aber ich empfand die Musik an keiner Stelle als unpassend und am Ende, in der Endszene, wirklich als auf den Punkt.
Zudem wurde auch auf Details geachtet, wie Halleffekte in Höhlen.
World Design: Hier ist Dust eher mittelgut aufgestellt. Die Welt besteht nicht aus einem zusammenhängenden Areal, sondern ist in einzelne Segmente getrennt, die man von der Weltkarte aus ansteuert. Dadurch entsteht das Gefühl man würde einzelne Level spielen. Darüber hinaus spielen sich diese Segmente auch sehr linear. Die Karte ist extrem rudimentär, bei dem simplen World Design reicht sie aber aus. Theoretisch gibt es Areale, die man mit späteren Abilities backtracken müsste, aber es lohnt sich nicht dies zu tun. Alle wirklich mächtigen Items bekommt man ohnehin in den Lategame Arealen.
Gameplay: Dust hat ein extrem, extrem, extrem hektisches Kampfsystem und das ändert sich im gesamten Verlauf nicht. Man kombiniert Schwertangriffe mit Magie und hat dabei regelmäßig Combos von mehreren hundert. Oft flog ich eher planlos über den Screen. Das Kampfsystem fühlt sich wahnsinnig drüber an und man hat damit auch durchaus Spaß, aber realistisch betrachtet ist es sehr flach und es fehlt komplett an jedem Balancing. So dauerten eigentlich alle Bosskämpfe 20-30 Sekunden maximal, weil mein Schaden viel zu brutal für die Bosse war. Während ich anfangs noch selbst sehr schnell an jedem Hit starb, war das mit ein paar Verteidigungs-Level Ups kein Thema mehr. Das Scaling der Stat-Level Ups ist komplett aus dem Ruder gelaufen und hat was von der Kampfkraft Eskalation in Dragon Ball Z.
Was das Kampfsystem vielleicht besser noch veranschaulicht: Ich habe genau 11:36h gebraucht, das sind 696 Minuten. In dieser Zeit habe ich 4988 Gegner getötet. Das sind 7,17 Gegner pro Minute. Ich denke damit wird klar, dass die Kämpfe keinerlei Rafinesse oder Taktik erfordern, sondern man größtenteils einfach nur durch Massen an Kanonenfutter schnetzelt. Das ist durchaus unterhaltsam, aber nutzt sich vor allem in der letzten Mission extrem an, weil die letzten Screens vorm Endboss leider sehr schwach gemacht sind und pures Chaos herrscht.
Was die Exploration angeht ist das Spiel ein bisschen besser aufgestellt. Es gibt leichte Rätsel um alle Secrets zu finden. So kann man zB auch 12 "Freunde" finden. Diese sind nette Easter Eggs und gegen pro gefundenem Freund 5% HP Bonus. Das benötigt man absolut nicht, aber es belohnt ein bisschen für motivierte Spieler das Backtracking, welches aus reiner Gameplay-Sicht einfach unnötig wäre.
Eine Sache muss ich hier leider sehr negativ erwähnen. Ich war kurz vor dem Ende des Spiels und konnte eine Mission nicht erledigen, weil mir die notwendige Fähigkeit fehlte. Diese hat ein sehr früher Boss gedroppt, aber anstatt sie zwangsweise einzusammeln über eine Cut-Scene, oder sie automatisch aufzunehmen, habe ich sie dort einfach liegen lassen. Ohne Google wäre es mir daher unmöglich gewesen das Spiel zu beenden, weil ich im Leben nicht darauf gekommen wäre wo und wie ich diese Fähigkeit bekommen würde. Zumal es rein von der Logik auch gut in das Gebiet gepasst hätte, in dem ich zu dem Zeitpunkt war. Zum Glück despawnt die Fähigkeit nicht, so dass es nur ein kurzer Umweg war, aber so ein Design ist eine ganz schlechte Idee.
Schwierigkeitsgrad:
Ich habe auf schwer gespielt und dennoch war es das wohl leichteste Metroidvania, das ich bisher gespielt habe. Dabei ist die Heal-Mechanik durchaus ziemlich hart - man wird an Speicherpunkten nur 25% seiner maximalen Gesundheit geheilt und viele Gegner, vor allem im frühen Spiel, one-shotten einen. Aber es gibt sehr viele Auffangnetze - zB kann man nicht sterben, wenn man im nicht kritischen HP Bereich ist. Also statt mich wirklich zu one-shotten falle ich einfach auf 1HP und kann dann wieder heilen. Durch diese Mechanik werden auch Bosskämpfe, so sie denn überhaupt genug Schaden machen könnten, zu einer Farce.
Das Spiel ist wirklich extrem einfach, wobei das mit den belanglosen Bossen doch schon deutlich an der Spielerfahrung nagt.
Pros/Contras
+ bombastische Optik, die das Spiel aus der breiten Masse des Genres heraushebt
+ fantastisches Voice-Acting, die ich so noch nirgends sonst gefunden habe
+ liebenswerte Protagonisten mit einer angenehmen Dynamik zueinander
+ gute Story
+ kompletter Dopamin-Overkill
+ stimmiger OST
- Kampfsystem ist eher ein Button-Masher ohne Tiefe
- Welt besteht aus einzelnen, linearen Leveln
- man kann notwendige Abilities vergessen aufzusammeln (aber später noch holen)
- es gibt kein Balancing und dadurch werden alle Gegner, auch Bosse, komplett belanglos
- mMn wenig Wiederspielwert
Kommen wir zur Wertung und hier wird es besonders schwierig, weil wir wirklich extrem positive und klar bennenbare Upsides haben, die das Spiel wirklich komplett von Genre-Königen abheben und auf ein Podest stellen, welches kein mir bekanntes anderes Metroidvanias betreten könnte. Aber wir haben auch ein wirklich deutlich abfallendes Gameplay, dem man anmerkt, dass da ein professioneller Laie etwas umgesetzt hat und so manche Techniken einfach nicht gut beherrscht. Statt in klassichem gut/schlecht würde ich Dust daher eher als liebenswert beschreiben. Wenn man sich ein bisschen mit der Hintergrundgeschichte des Spiels befasst und das als One-Man Projekt einer Person versteht, die sonst gar keine Games macht, ist es einfach nur beeindruckend stark. Wenn man das ausblendet und es einfach 1:1 mit den Games von etablierten Studios vergleicht haben wir neben dem Licht sehr viel Schatten.
Ich hatte 11,5 Stunden wirklich Spaß und auch wenn ich das Spiel vermutlich nicht nochmal spielen werde, werde ich es als positives Erlebnis im Gedächtnis behalten. Daher gebe ich, da ist definitiv ein Sympathie-Bonus bei, 8,0/10.
Metroidvania Ranking
Crypt Custodian - 9,5
Monster Sanctuary - 9,0
Death's Gambit Afterlife - 9,0
Ender Lilies - 8,5
Islets - 8,5
Guacamelee - 8,5
Hollow Knight - 8,0
Dust - an Elysian Tail - 8,0
Ender Magnolia - 7,5
The Last Faith - 7,5
Gal Guardian 2 - Servants of the Dark - 7,5
Vernal Edge - 7,5
9 Years of Shadows - 7.5
Silver Axe - the Honest Elf - 7,5
Ultros - 7,5
Blasphemous 2 - 7,5
Minishot Adventures - 7,5
Blasphemous - 7,0
Record of Lodoss War - Deedlit in Wonder Labyrinth - 7,0
Sheepo - 7,0
Yoku's Island Express - 7,0
Ori and the Blind Forest - 7,0
Gal Guardian - Demon Purge - 6,5
Gato Roboto - 6,5
Yohane the Parhelion - Blaze in the Deepblue - 6,5
Carrion - 6,5
Beyond the Ice Palace 2 - 6,0
Gunbrella - 6,0
The Knight Witch - 6,0
Alwas Awakening - 5,5
Bō: Path of the Teal Lotus - 5,0 (2 Punkte Abzug für sehr offensichtliches Kopieren von Hollow Knight)
Grime - 5,0 (Switch Port 2,0)
Spiele die nur leichte Metroidvania Elemente haben: